10 Social Media Tipps – und ein Troll

Wie haben wir nur in den Zeiten vor Social Media kommuniziert? Facebook, Twitter, Instagram – die Spielwiese der digitalen Kommunikation ist schier unendlich.

So nützlich und unterhaltsam Social Media Plattformen sind, es lauern leider auch Gefahren.

Aus angenehmer Kommunikation kann schnell unangenehme werden.

Man muss sich zwangsläufig an eine gewisse Netiquette, an bestimmte Verhaltensregeln halten, wenn man seine Gesprächspartner und Zielgruppen nicht vergraulen oder das Unternehmen in peinliche Situationen bringen will.

Wir geben euch zehn Tipps, die euch den Umgang mit Social Media erleichtern sollen.

 

1. Klare Ziele

Der Social Media Bereich kann von Unternehmen auf unterschiedlichste Weise genutzt werden. Zum Beispiel ganz offiziell zur Berichterstattung von neuesten Unternehmensentwicklungen, oder zur Kommunikation mit Kunden, Geschäftspartnern und Interessenten.  Darüber hinaus können auch die eigenen Mitarbeiter über Social Media auf dem neuesten Stand bleiben. Euer Unternehmen sollte also klare Ziele formulieren, wie Social Media genutzt werden soll.

2. Psst… Geheimnis!

Mitarbeiter eines Unternehmens dürfen keine Geheimnisse, Interna oder Sonstiges ausplaudern, was nicht an die Öffentlichkeit gelangen soll – das dürfte selbstredend sein. Dazu gehören natürlich auch Daten, Akquisitionen, Kundennamen etc. Verbreitet werden darf nur, was auch von offizieller Stelle genehmigt worden ist. Im Zweifel sollte sich der unsichere Mitarbeiter einfach informieren, was er guten Gewissens posten darf.

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3. Strikte Trennung

Wer als Mitarbeiter in Social Media postet, vertritt immer das Unternehmen und wird automatisch als Teammitglied dessen angesehen. Umso wichtiger ist es, dass ihr deutlich macht, wenn ihr als Privatperson in eurer Freizeit postet und nicht im Auftrag des Unternehmens schreibt.

Eigene Meinung muss im besten Fall kenntlich gemacht werden. Nicht, dass es zu Verwirrungen kommt und eure persönliche Meinung als Statement des Unternehmens angesehen wird.

4. Seinen Mann stehen

Wer öffentlich seine Meinung postet, der übernimmt Verantwortung für seine Texte.

Euren Mitarbeitern sollte klar sein, dass ihre Posts jederzeit von unter anderem potenziellen Kunden, Journalisten, Konkurrenzfirmen und Kollegen gelesen werden können. Das kann zwangsläufig auch negative Kommentare nach sich ziehen. Mit Kritik in einem höflichen und sachlichen Ton umzugehen, ist sehr wichtig und sollte euren Mitarbeitern bewusst sein.

Exkurs: Troll dich!

Seine bevorzugten Lebensräume sind Netzwerke, Communitys und jegliche Art von Kommentarfunktionen. Sein Lebenssinn besteht aus dem Stiften von Unfrieden – wir reden vom sogenannten Troll.

Hinter diesem Phänomen der Netzkultur verbergen sich Menschen, deren höchstes Ziel es ist, innerhalb von virtuellen Diskussionen gezielt negative Beiträge einzustreuen, die die Diskussionsrunde stören und für Unruhe innerhalb der Community sorgen.

Wieso tun Trolle das? Aus purer Freude am Chaos.

Ihre Befriedigung ziehen sie aus den Reaktionen und Kommentaren, die sie auf ihre Beiträge erhalten. Ihr Vorgehen ist dabei geschickt: Sie bleiben anonym und provozieren eher unterschwellig. Auch Beleidigungen verschleiern sie, weil sie damit eine Sperrung ihres Accounts umgehen können.

Trolle sind nervige Zeitgenossen, mit denen sich vor allem die Administratoren von Communitys rumärgern müssen.

elsch&fink - Do not feed the trolls

 

Aber man kann ihnen Einhalt gebieten. Da Trolle sich von wütenden Reaktionen auf ihre Beiträge ernähren, muss man ihnen ganz einfach die Nahrung entziehen.

Im Netz hat sich die Phrase „Do not feed the troll“ (Füttere den Troll nicht) etabliert. Tatsächlich bekommt man Trolle am besten in den Griff, wenn sie schlicht ignoriert werden.

Als häufige Antwort auf diese Unruhestifter sieht man einen ASCII-Art-Fisch  ><((((*>

– den roten Hering. Er symbolisiert ein Ablenkungsmanöver und weist andere Leser auf die Belanglosigkeit des Troll-Beitrags hin.

Vor Trollen ist niemand sicher – auch die Geschäftswelt nicht. Sollte ein Troll mal sein Unwesen auf euren Social Media Plattformen treiben, heißt es Ruhe bewahren. Entweder ignoriert ihr ihn ganz, oder ihr nehmt ihm den Spaß, indem seine Beiträge sachlich und konstruktiv kommentiert werden.

5. Kritik besser intern

Es ist ganz normal, dass man als Mitarbeiter nie mit allen Entscheidungen und Vorgängen im Unternehmen konform geht. Kritik sollte aber dennoch nicht per Social Media geäußert werden, sondern im direkten Gespräch. Andernfalls könnte ein negatives Licht auf das Unternehmen fallen und potenzielle Kunden und Partner werden verunsichert.

6. Fehler sind menschlich

Fehler passieren uns allen und schleichen sich gerne auch in kürzere Texte, die auf Twitter oder Facebook gepostet werden. Wie geht man mit Posts von Kollegen um, in denen sich Fehlerteufel tollen? Stillschweigend verbessern oder den kompletten Post löschen? Besser nicht. Das ist demotivierend für den Verfasser und sorgt im schlimmsten Falle für Streitigkeiten im Team. Besser ist es, den verantwortlichen Kollegen direkt anzusprechen und auf die Fehler hinzuweisen, damit er sie schnellstmöglich korrigieren kann.elschundfink_socialmedia_fehler

7. Rechte und Umgangston beachten

Urheber- und Nutzerrechte, Datenschutz, Privatsphäre – es gibt viele juristische Hürden, die unbedingt beherzigt und eingehalten werden müssen. Dass ein freundlicher Umgangston, ohne Beleidigung und Diskriminierung von Rasse, Religion, Geschlecht und Herkunft, unumgänglich ist, sollte selbstverständlich sein.

8. Arbeit und Facebook

Viele Unternehmen drücken ein Auge zu, wenn ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit Social Media im privaten Sinne nutzen. Schnell mal schauen, was der beste Freund Neues in seiner Chronik gepostet hat? Wenn es nicht überhand nimmt, ist es oftmals gestattet.

9. Topaktuell

Aktuelle Geschehnisse, die euer Unternehmen betreffen, sollten sich auch in den Social Media Beiträgen widerspiegeln. Steht das Unternehmen durch irgendwelche Vorfälle negativ in der Kritik, könnt ihr nicht fröhlich vor euch hin posten, ohne auf die aktuellen Ereignisse einzugehen. Hier ist ganz besondere Vorsicht geboten, was die Formulierung der Beiträge angeht, wenn nicht zusätzliches Öl ins Feuer gegossen werden soll.

10. Der richtige Ton

Unternehmensposts bei Facebook und Co formuliert man anders als private Beiträge – das sollte Mitarbeitern klar sein. Die Formulierungen transportieren immer das Image und Auftreten des Unternehmens. Deshalb sollten geplante Beiträge im besten Fall gegengelesen werden, um sicher zu gehen, dass der Image-Ton auch getroffen wurde.

elsch&fink - Social Media Facebook

Social Media und Routine

Viele der hier genannten Punkte dürften mittlerweile als selbstverständlich angesehen werden. Dennoch ist es nie verkehrt, sich diese immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen. Vor allem dann, wenn der berufliche Umgang mit Social Media zum routinierten Arbeitsalltag gehört – Routine kann Scheuklappen erzeugen.

Es bietet sich auch an, dass man den unternehmenseigenen Social Media Guide hin und wieder überarbeitet und auffrischt. Impulse und Erfahrungen von Mitarbeitern können dabei mehr als hilfreich sein.

Egal ob beruflich oder privat – Social Media werden immer Fettnäpfchen bergen. Umgeht ihr diese aber gekonnt, sind Erfolg und Spaß in Sachen Kommunikation garantiert.

 

Bildquelle: pixabay.com (unter CC0)
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Über den Autor

Jana Viefhues
Junior Account Managerin - mit Herzblut.

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