re:publica 2019 elsch&fink Digitalagentur

Die re:publica 2019: Klimaschutz, Mate-Counter und die viel beschäftigte Maus

In Agenturgeschichten von Simone GerhardtHinterlasse uns einen Kommentar

Das Motto der diesjährigen re:publica: too long; didn’t read. Unsere Mission: So viel Wissen aufsaugen wie nur irgendwie möglich. Unsere Motivation: riesig. Von elsch&fink vor Ort: Zwei re:publica-Frischlinge. Wir berichten, was wir in Berlin erlebt und gelernt haben – von der Datenkrake Netflix über die verschlafene Digitalisierung bis zur Weltrauminspiration.

Für uns war es dieses Jahr das erste Mal, dass wir uns bei der re:publica ins Getümmel stürzen konnten. Während ein Teil des elsch&fink-Teams bereits in den vergangenen Jahren auf der Konferenz in Berlin die Fühler ausgestreckt hat, war das für uns Neuland. Entsprechend groß war unsere Vorfreude. Dass die re:publica als “Online-Festival” nicht ausschließlich Wissen für unseren Arbeitsalltag als Digitalagentur liefert, sondern viel mehr einen Blick auf die großen Fragen unserer (digitalen) Zeit wirft, hat das Ganze nur um so verlockender für uns gemacht.

Wir können vorab verraten: Wir wurden nicht enttäuscht. Drei Tage geballter Input, Inspiration und Dauerbeschallung haben positive Spuren bei uns hinterlassen. Wir sind hungrig auf mehr, wollen neu Gelerntes sofort in die Tat umsetzen und sind angesteckt von so viel Tatendrang und Mut, etwas zu bewegen.

Tag 1: Unsere Köpfe twittern immer noch

Aber immer der Reihe nach, beginnen wir mit Tag eins der re:publica 2019. Für uns Neulinge war insbesondere der erste Tag eine Wucht. An diesem Tag haben wir uns besonders viel vorgenommen und unser Programm bis obenhin vollgestopft. Von der Eröffnung der Konferenz morgens um 10 Uhr mit dem Bundespräsidenten Steinmeier bis zum Vortrag von re:publica-Urgestein Sascha Lobo um 20 Uhr am Abend sind wir non-stop durchgesprintet, von Session zu Session. Es gab so viel Spannendes zu sehen und vor allem zu hören.

Unseren Tag können Sie sich also so vorstellen: Man flitzt durch die große Halle in der Station Berlin, plant akribisch seine Toiletten- und Essenspausen – man möchte schließlich nichts verpassen. Man ist im Rausch der vielen Vorträge, möchte zwischendurch noch schnell die Messestände erkunden, sich Notizen machen und natürlich immer fleißig twittern und die Außenwelt bei Instagram auf dem Laufenden halten. Sie merken: Wir waren ganz schön beschäftigt. Leider blieb dadurch vor allem am ersten Tag wenig Zeit zum Netzwerken oder gar Verschnaufen. Völlig geplättet haben wir abends im Hotel festgestellt: Unsere Köpfe twittern immer noch.

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Tag 2 und 3: Viel Input, wenig Sauerstoff

Den zweiten und dritten Tag konnten wir dann – dank einiger wohl gewählter Lücken in unserem Tagesprogramm – deutlich mehr genießen, uns genauer umschauen und hatten zwischendurch Zeit zum Netzwerken, für die Messestände und das Aufsaugen der einmaligen Atmosphäre auf der re:publica. Die kam nicht zuletzt auch wegen der beeindruckenden Dekoration zustande: Passend zum Motto tl;dr (Internetsprache für too long; didnt’t read), hing der gesamte gedruckte Text des Literaturklassikers Moby Dick einmal quer durch das Veranstaltungsgelände gespannt – inklusive Fehlerlesen mit Aussicht auf ein Ticketgewinn für 2020.

So schön und groß die Location in der Station Berlin auch sein mag, schien leider doch die Kapazitätsgrenze erreicht. Oder mit anderen Worten: Der Schuppen war gerammelt voll. Dass man bei manchen Vorträgen leider vor verschlossenen Türen stand, spricht Bände. Sich schon vor dem Ende einer interessanten Veranstaltung herauszuschleichen, um bei dem nächsten spannenden Vortrag überpünktlich hereinzuschleichen, damit man einen Platz im Saal bekommt, schafft Unruhe und nervt. Wenn man dann 20 Minuten vor Vortragsbeginn im Raum ist, aber trotzdem keinen freien Stuhl erwischt, weil einfach niemand aufsteht, sondern den ganzen Tag in ein und demselben Saal verbringt, um seinen Platz zu behalten, dann ist leider das Konzept der re:publica verfehlt, finden wir.

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Festival-Feeling im Außenbereich

Die re:publica 2019 war also nicht nur inspirierend, sondern leider auch ein klein wenig anstrengend und in manchen Teilen sehr sauerstoff- und platzarm. Wir haben uns davon aber nicht die gute Laune nehmen lassen, sondern das unglaublich vielfältige Programm begeistert vor allen Bühnen verfolgt – wenn auch häufig auf dem Fußboden sitzend oder hinter einer Traube Hinterköpfe geparkt. Wenn uns das Ganze zu eng wurde, dann ging es ab nach draußen an die frische Luft, ein wenig Sonne, Mate und Kraft tanken. Im Liegestuhl fläzend im gut gefüllten Innenhof kam dann auch ein wenig von dem Festival-Feeling auf, das der re:publica so nachgesagt wird.

Auch drinnen wird es abends lauschiger und wir legen ein wenig die Beine hoch bei der berühmt-berüchtigten Twitterlesung. Vor allem hier steigt die Anzahl der umgestoßenen Mate-Flaschen enorm – auf Twitter zählen die Besucher fleißig mit. Wir lehnen uns einfach mal zurück und lachen herzhaft über die Ergüsse anderer. So können wir den Tag entspannt ausklingen lassen.

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Der flauschige Star der Veranstaltung

Danach geht es aber schnell weiter zum nächsten Vortrag. Wir sind in den drei Tagen vollkommen eingetaucht in die Welt der digitalen Medien, aber auch in die Politik und Gesellschaftskritik.

Nicht nur die vielfältigen Themen sowie Speaker sorgen für eine inspirierende Stimmung, sondern vor allem die Reaktionen des Publikums auf eben diese Themen. Schnell merkt man: Hier kommen Menschen zusammen, die Dinge hinterfragen, die anpacken und etwas bewegen möchten. Das ist ansteckend. Dass auch einige Politiker vor Ort sind, wird da fast zur Nebensache. Der nicht ganz so heimliche Star der re:publica ist ohnehin die Maus #rp19 Klicken Sie um zu Tweeten

An dieser Stelle lüften wir ein Geheimnis: Die Maus ist gar nicht so flauschig wie sie aussieht. Skandalös, oder? Das mussten wir schmerzhaft erfahren, als eine von uns bei Dreharbeiten von der Maus hinterrücks getackelt wurde. Erst in letzter Sekunde konnte besagte Person ihr Gleichgewicht wiederfinden. Wir warten noch immer auf eine flauschige Entschuldigung mit ganz viel Augenklackern.

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Das Thema Nachhaltigkeit leider nicht zu Ende gedacht

Ein zentrales Thema der Konferenz war in diesem Jahr Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Der große Schwerpunkt dabei: natürlich der Klimawandel. Die spannenden Vorträge unter anderem zum Thema Plastikmüll, Fridays for Future sowie die Klimashow “Volle Halle” ernteten begeistertes Klatschen und lösten zum Teil angeregte Diskussionen aus. Hochmotiviert verlässt man diese Vorträge … und wird in der Station Berlin gleich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Einwegbecher, wo man hinschaut. Dass die vielen Kaffeestände auf dem Konferenzgelände keine Mehrweg- oder Pfandtassen für den benötigen Koffeinschub bereitstellen, hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Ob Porsche als Hauptsponsor für die re:publica 2019 unter diesen Gesichtspunkten eine gute Wahl ist, bleibt ebenfalls fraglich.

Aber nicht nur über die Klimakatastrophe haben wir einiges dazu gelernt, auch für die Europawahl wurde fleißig Werbung gemacht. Vorträge zu den Themen Migration, Feminismus und Diversität liefern weitere wichtige Denkanstöße zu den drängenden Fragen unserer Zeit.

Was juckt uns das?

Was das mit unserer Arbeit als Digitalagentur zu tun hat? Erst einmal wenig. Mit dem Leben in einer Gesellschaft und damit, wie unsere Zukunft wohl aussieht, allerdings ungeheuer viel.

Aber auch die Themen rund ums Internet kamen nicht zu kurz. Von Urheberrecht über Social Media, Adblocker, Sprachsuche, Gaming, Vertical TV, Visual Search, Upload-Filter, Podcasts, Social TV bis Blockchain war alles dabei.

Die große Frage, die hinter vielen Vorträgen steckte: Wie können wir das Netz zu einem besseren Ort machen? Weg von Fake News, Manipulation, Populismus, Hass und Diskriminierung? Welche ethischen Verpflichtungen haben wir, wenn wir Content erstellen, verbreiten und konsumieren?

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Muss das wirklich sein? Gebt Idioten keine Reichweite

Die Social-Media-Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE und freie Autorin Eva Horn appelliert in ihrem Vortrag “Wie Populisten uns auf Social Media vor sich hertreiben – und was wir dagegen tun können”, dass wir uns, bevor wir über ein Thema berichten, öfter die Frage stellen sollten: Muss das wirklich sein? Ist das wirklich berichtenswert? Oder ist es nur augenscheinlich ein Thema im Netz, dass bestimmte Gruppen in Gang bringen möchten? Auf organisierte Kampagnen sollten wir keinesfalls aufspringen; oder wie Eva Horn es ausgedrückt hat: Gebt Idioten keine Reichweite.

Wenn wir dennoch über ein Thema schreiben, ist das Framing entscheidend. Wir sollten nicht einfach das Framing von anderen übernehmen und somit möglicherweise den Populisten noch in die Hände spielen. Stattdessen ist es wichtig, Sichtbarkeit für andere zu schaffen, Kontext zu liefern (zum Beispiel durch Screenshots), kritikfähig zu sein und die eigene Verantwortung im Netz ernst zu nehmen. Es komme nicht darauf an, dass eine Geschichte erzählt wird, sondern wie sie erzählt wird, schließt Eva Horn ihren Vortrag ab.

Die populistische Berichterstattung wird auch wegen der Algorithmen in den sozialen Medien immer verlockender, erfahren wir in der Diskussion zum Thema “Aufräumen im Trollhaus: Hetze und Gegenrede in Kommentarbereichen” von Sonja Boddin, Gregor Mayer und Marc Ziegele. Die Algorithmen von Twitter und Facebook begünstigen Reichweite durch Polarisierung – und verstärken damit die Tendenzen, populistisch über bestimmte Themen zu berichten.

Die Datenkrake Netflix?

Aber nicht nur die moralischen Verpflichtungen von uns als Content-Produzenten wurden kritisch beäugt, sondern auch die der großen Plattformen. Netzaktivistin Katharina Nocun fragte sich in Ihrem Vortrag “Stream me if you can – Analysis of my Netflix data”, was der Streaming-Dienst Netflix wirklich über uns weiß; und wozu dieses Wissen gut ist. Anhand Ihrer eigenen Daten zeigte sie anschaulich, was Netflix alles von uns erfasst – und speichert. Drei Mal hat sie via privacy@netflix.com ihre Nutzungsdaten erfragt und sich erschreckt, wie viel die Plattform wirklich abgreift. Jeder Klick, jede Pause, jedes Vorspulen wird minutiös erfasst und gespeichert. So entsteht ein personalisierter und äußerst detaillierter Clickstream von jedem Nutzer.

Ist das wirklich schlimm? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass auch sensible Daten gespeichert werden: Wie oft schaut sich der Nutzer Gewaltszenen an? Wie oft spult er zu Sexszenen zurück? Wie oft wiederholt er das Happy End? Ohne weiteren Kontext können diese isolierten Daten schnell ganz andere Eindrücke einer Person vermitteln. Betreibt man beispielsweise oft Binge-Watching, kann anhand der isolierten Daten von Netflix schnell der (falsche) Eindruck entstehen, der Nutzer sei einsam oder gar depressiv. Studien fanden heraus, dass vor allem Menschen mit Hang zur Depression häufig Serien am Stück konsumieren.

Kein Unternehmen ist unhackbar

Was passiert, wenn diese Daten öffentlich werden? Kein Unternehmen ist unhackbar, erinnert uns die Vortragende. Fühlen wir uns also wohl, wenn wir diese Daten von uns an Netflix preisgeben? Katharina Nocun hat sich nicht wohl gefühlt und festgestellt, dass sie ihr Klickverhalten nach ihrer Abfrage der Nutzungsdaten verändert hat. Das Beispiel regt zum Nachdenken an und hinterlasst vor allem die Frage: Warum werden unsere Daten nicht anonymisiert gespeichert?

Digitalisierung in Deutschland: Haben wir den Anschluss verpasst?

“Too late; didn’t react – kann Deutschland den Anschluss bei der Digitalisierung noch schaffen?” Das fragen sich Christoph Keese von der Axel Springer hy GmbH und Susanne Hahn, Head of Lab1886 Global der Daimler AG. Deutschland hinkt ein wenig hinterher, wenn es um die Digitalisierung geht. Vor allem im B2B-Bereich hat unser Land den Anschluss verpasst. Zu oft behindert man sich gegenseitig, erst langsam kommt mit jungen Start-ups eine teamorientierte Kultur zum Vorschein. Wir brauchen mehr Risikofreudigkeit und eine bessere vertikale Vernetzung der Branchen, nicht nur Silos.

Als großer Knackpunkt im Vortrag stellte sich die Tatsache heraus, dass Deutschland in der Vergangenheit zwar groß im Erfinden war, bei der Industrialisierung der Erfindungen aber versagt hat. Bestes Beispiel: Der Computer von Konrad Zuse kam aus Deutschland, aber wer hat den PC industrialisiert …? Wir müssen in der Gegenwart konkurrenzfähig sein, nicht in der Vergangenheit. Wermutstropfen: Leider enthielt die Session an manchen Stellen zu viel Eigenlob der Unternehmen.

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Was wir mit nach Hause nehmen

Unser Blick auf die Herausforderungen unseres digitalen Geschäfts hat die re:publica noch einmal geschärft. Wir wurden daran erinnert, dass wir als Produzenten von digitalem Content eine Verantwortung haben und alle etwas dafür tun können, dass wir im Netz ein bisschen solidarischer miteinander umgehen, mehr Sichtbarkeit für Stimmen schaffen, die bisher noch wenig Platz in unserer Gesellschaft finden und Inhalte sowie unser eigenes Denken kritisch hinterfragen.

Weg von Fake News, Populismus, Hass und Hetze. Wieder mehr für die Demokratie und den Klimaschutz eintreten, sich für Gleichstellung und Diversität einsetzen. Wir wurden für viele wichtige Themen sensibilisiert und dazu ermutigt, mehr gemeinsam anzugehen, damit man als Gruppe etwas bewirken kann. Die re:publica hat uns gezwungen, sowohl kritisch auf uns selbst als auch über den Tellerrand hinauszuschauen. Wie nutze ich meine Stimme und wofür? Wie erzählen wir Geschichten und wer erzählt sie? Wem oder was gebe ich Raum und damit Macht?

Aber auch konkrete Denkanstöße zu unserem fachlichen Handwerk haben wir im Gepäck: Swipen statt Scrollen lautet die Devise, warum Interaktion nicht die wichtigste KPI ist, was wir von Snapchat und vom Fernsehen lernen können, wie wir Gegenrede in Kommentaren möglichst effektiv moderieren und ein positives Diskussionsklima schaffen, warum es auch für die sozialen Medien Protokolle und Standards braucht, wie man Instagram innovativ nutzen kann, was es für eine möglichst enge Beziehung zur Audience bedarf und warum es bei Facebook besser schubladisierte Werbung als personalisierte Werben heißen sollte und noch so viel mehr.

Bis hoffentlich zum nächsten Jahr

Wir fahren am letzten Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir sind vollkommen erschöpft, mate-voll und informationsgefüttert, inspiriert und glücklich über drei pickepacke volle Tage re:publica. Und haben doch das Gefühl ein großes Highlight zu verpassen: Astro-Alex’ Sicht auf die Erde.

Alexander Gerst können wir wegen unserer langen Rückreise leider nicht mehr live verfolgen. Dabei durchkämmen wir noch ungeniert mit großen Augen das Gelände, um ihn vielleicht doch noch zu irgendwo abzufangen – vergebens. Also wird der (sehr beeindruckende) Vortrag von Jan Wörner, Generaldirektor bei der Weltraumagentur ESA, und Astronaut Alexander Gerst in der Bahn statt vor der Bühne verfolgt. Gut, dass man viele Vorträge im Netz nachschauen kann. Wir freuen uns schon darauf, die ein oder andere Session noch aufzusaugen – und hoffentlich auf die re:publica 2020!

Too long; didn’t read

Die #rp19 durch die elsch&finksch’e Linse:

  • vielfältig
  • inspirierend
  • sensibilisierend
  • gespickt mit wichtigen Denkanstößen und neuen Impulsen
  • ermutigend
  • optimistisch
  • spannend
  • stimmungsvoll
  • beeindruckend
  • detailverliebt
  • überfüllt
  • sauerstoffarm
  • matereich
  • inkonsequent (Klimathemen bitte nicht nur bereden, sondern auch vormachen, liebe re:publica)
  • ein einmaliges Erlebnis, das wir nicht missen möchten!

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Über den Autor
Simone Gerhardt

Simone Gerhardt

hat ihren Master der digitalen Medienkommunikation an der RWTH Aachen absolviert, um im Anschluss für elsch&fink im Bereich Text, Konzeption und Social Media tätig zu werden. Die Vorliebe für sprachliche Feinheiten und den digitalen Wahnsinn begeistern sie für ihre Arbeit im Onlinemarketing.

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