Ein typischer Tag bei elsch&fink

Ein entspanntes „Moooin!“ meiner Chefs im Chor begrüßt mich. Ich leg meine Jacke und Tasche ab, starte den PC, gehe in die Küche und lasse mir von der Kaffeemaschine einen superleckeren Latte Macchiato zaubern.

Zurück auf dem Flur kommt mir schon Stefans entspannte Playlist entgegen geflötet – die perfekte Musik für eine angenehme, kreative Arbeitsatmosphäre.

Ich öffne mein Emailfach, InDesign, Illustrator, den Fontexplorer und schau mir nochmal den letzten Stand meiner erarbeiteten Sachen an. „Ding“ – ah, die Antwortmail von der Druckerei ist gekommen, sie können mir ein gutes Angebot machen.

In Illustrator ploppt mein selbst designtes T-Shirt auf. Zusammen mit meinen Chefs bin ich auf eine coole Idee gekommen typografisch zu arbeiten, die muss ich jetzt nur noch zu Ende umsetzen und danach dem Kunden die Entwürfe schicken. Ganz schön aufregend, wenn man selber seine eigenen kleinen „Aufträge“ zu bearbeiten hat! Ich muss schon zugeben, anfangs war ich etwas überfordert damit, von meinen Chefs ins kalte Wasser geworfen zu werden, doch schnell hab ich den Grund verstanden – Selbstständigkeit, Mitsprache, eigenes Denken und Arbeiten stehen bei elsch&fink an erster Stelle. Von den „typischen Praktikantenaufgaben“, also Kaffee holen oder stundenlang am Drucker stehen – keine Spur!

Stattdessen: eigene Kunden, eigene Recherche, eigene Ausführung.

„Die fertigen Texte liegen in der Drive“, tönt es von Lea, die nebenan im Büro sitzt. Sie ist die Texterin des Unternehmens und eine ebenso entspannte und liebenswerte Person wie meine beiden Chefs.

Es handelt sich um meinen anderen Auftrag: Sechs DIN A4 Infoblätter für einen Pyrotechniker mit Leas Text graphisch zu entwerfen.

Die Zeit vergeht immer unheimlich schnell, gegen Mittag bin ich dann mit meinem Shirt fertig. „Hier wollt ihr mal eben sehen?“, frag ich meine Chefs, Stefan kommt mit seinem Stuhl um die Ecke gerutscht, Michael steht schon hinter mir. „ja… find ich gut! Aber warte mal…“ Es folgt konstruktive Kritik auf nette Art und Weise: Veränderungsvorschläge, etwas Hilfestellung, ein paar Tipps und am Ende ein Lob. So macht es Spaß zu arbeiten. Ich mache das Shirt fertig und schicke dem Kunden die Entwürfe. Während ich auf die Antwort warte, setze ich mich an die Infoblätter – der Zeilenabstand passt noch nicht so ganz und die zentrierte Ausrichtung sieht doch nicht ganz so sauber aus, das muss ich nochmal ändern. Denn dank meines Praktikums habe ich so langsam ein Auge für die wichtigen Kleinigkeiten bekommen. Typografische No-Gos sind mir inzwischen bekannt. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie unfassbar viel ich hier in diesen drei Monaten gelernt habe.

Das Telefon klingelt. „Hier, das ist für dich Olivia, es ist das Papierangebot.“ Ja, auch der direkte Kontakt zu Kunden und Geschäftspartnern gehört zu meinen Aufgaben, denn manchmal geht es am Telefon eben leichter als per Mail. Wir klären die neusten Neuigkeiten ab und ich mache mich gleich daran das Gesagte umzusetzen. Auch das war anfangs neu für mich – mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen zu haben.

„Keks?“, kommt von Michael, als er mich leise fluchen hört, weil ich vergessen hatte abzuspeichern und meine InDesign Datei verloren ist. Aber aus Fehlern lernt man und Verständnis für Patzer haben die beide ohnehin, was mich schnell über diese Dummheit lachen lässt.

Gegen Spätnachmittag bekomm ich dann noch die Antwortmail auf meine T-Shirt-Entwürfe: Leicht aufgeregt öffne ich die Mail – Jackpot! Der Kunde ist begeistert. Mit einem Lächeln fahre ich den PC runter und verabschiede mich nach einem kurzen Plaudern. Etwas erschöpft, aber zufrieden geht es in den Feierabend.

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