Eine kleine Weihnachtserzählung von elsch&fink

In Agenturgeschichtenvon Melissa UnkelbachSchreiben Sie einen Kommentar

Der Wecker lärmt. Die schweren Augen klimpern müde, der Blick schweift in Richtung Fenster. Nichts als Dunkelheit zu sehen. Und prasselt da der Regen? Der Griff zur Decke, ein kurzer Ruck und raus aus dem Bett.

Die Dusche zischt, das Wasser fließt. Der Föhn, er dröhnt, die Zahnbürste surrt. Rein in das Kleid, Strumpfhose an und Sneaker passen dazu gut. Das Glas ist gezückt, drei Löffel Schokopulver. Milch obendrauf, gerührt wird mit Hast. Wenige Schlucke und schon ist es leer, eine kleine Pfütze bleibt doch fast immer.

Ein Schatten tapst, er schleicht in Richtung Küche. Hund Rusty hat ein Knistern gehört, da muss er doch mal gucken. Die Pfötchen fliegen, das Leckerchen wohlverdient. Auch Herrchen ist schon fertig, zum Schlüssel wird gegriffen. Rein in die Jacken, die Mützen an und Leine nicht vergessen. Die Tür geht auf, die Kälte klirrt – egal, da müssen wir jetzt durch.

Auto starten, zum Bahnhof fahren. Tschüss lieber Hund, ein Kuss für den Mann und ab in den Zug. Bekannte Gesichter, Begrüßung aus manchen Ecken. Viele Plätze besetzt, doch einen hält mir Frauki frei.

Das Büro hoch oben im fünften Stock, die Arbeit beginnt. Die lieben Kollegen, da grüßen sie schon. Der Knopf ist gedrückt, der Rechner fährt hoch. Die Liste wird gecheckt, was ist heut zu tun? Raus mit den Mails, Fotos für den Blog, Webseitenpflege und was haben wir da noch? Eine Überraschung wird es geben – wir sind gespannt, was wir da erleben.

Die Rätselmaster machen sich ans Werk

Geklotzt wird trotz Weihnacht, ganz fleißig und still. Heißer Tee tut jetzt gut und viele Schokokekse. Die Stimmung ist heiter, der Blick auf die Uhr verrät: Gleich geht die Weihnachtsfeier los. Endlich wissen wir, was wir machen: Im Escape Room Rätsel lösen und dann im Anschluss essen gehen.

Die Freude ist groß, alle rennen in den Aufzug. Das Piepen ertönt, sechs Leute sind zu schwer. Dann nehmen wir eben die Treppe. Kein langer Weg, ein Husch über die Straße. Schon stehen wir da vor dem Escape Room. Der Gamemaster erklärt, wir lauschen ganz ruhig: “Was müsst ihr tun, um dem Raum zu entrinnen? Eine Stunde habt ihr Zeit. Löst die Rätsel, knackt die Schlösser und findet die versteckten Hinweise. Haltet am Ende den Schlüssel in der Hand und flieht. Wisst ihr nicht mehr weiter? Keine Sorge. Ich kann euch sehen, aus allen Winkeln. Braucht ihr einen kleinen Schubs, seht ihr auf dem Bildschirm meine Nachricht.

Hinter jedem Escape Room steckt eine Geschichte: Der alte Fluch, ihr müsst ihn brechen. Tod und Trauer stecken in diesem Gemäuer. Marianne von Eigelstein spukt, befreit ihren Geist und bringt sie zur Ruhe.”

Die Tür fällt ins Schloss, die Dunkelheit schreit. Die Uhr tickt laut. Schnell: Die Stühle. Die Schränke. Der Schreibtisch. Die Vorhänge. Stellt alles auf den Kopf. Da, ein Schlüssel! Hier, eine Zahl! Dort, ein Buchstabe! Versuch dieses Schloss. Schau in das Buch. Habt ihr hier schon gesucht? Ich hab was gefunden. Passt das hier zusammen? Null Peilung und davon ganz viel. Ein Hinweis von der Außenwelt oder waren es doch eher acht? Wir puzzeln, schieben, brüllen und kombinieren. So viele Schlüssel und noch viel mehr Codes, keiner will passen und die Zeit rennt uns davon. Endlich: Der goldene Schlüssel. Doch wo passt er rein? Was haben wir vergessen, wo soll das letzte Teil sein? Da, ein Hinweis vom Gamemaster: “Wollt ihr nicht raus?”.

Großes Gelächter. Der Schlüssel, er passt. Hinaus führt er uns, was haben wir uns dabei nur gedacht?

Peinlich berührt und ziemlich geschafft gibt es jetzt unsere Zeit – na, das war knapp! Nicht einmal zwei Minuten übrig, aber Marianne, sie ist frei.

Der krönende Abschluss: Das große Schlemmen

Rumpelpumpel knurren unsere Mägen. Drei Straßen weiter und wir sind da: Peter Pane nennt sich das Lokal, da gibt es Burger, Fritten, Longdrinks und noch mehr. Bestellt ist für sechs, etwas zu kuschelig im vorderen Eck. Schnell ist klar: Alle nehmen köstliche Burger. Der Tisch, er bebt. Die Lampe, sie schaukelt. Zu laut wird gelacht und mit vollem Mund gequatscht.

Die Wampe ist voll, das Atmen fällt schwer. Manch einer liegt brach und kann nicht mehr. Keine Couch weit und breit, doch Schlaf wär jetzt gut. Aber was ist mit Nachtisch, passt der nicht noch rein? Frozen Yoghurt, Schokokuchen und alles, was das Herz begehrt. Das gesunde Obst auf dem Teller hat sich wohl verlaufen.

Die Frage des Gamemasters bleibt uns im Kopf: “Wollt ihr nicht raus?”

Ja. Wir wollen raus. Raus aus dem Wintertief. Raus aus der Kälte. Raus aus dem Weihnachtsstress – rein in warme Socken. Rein in neue Abenteuer. Rein ins neue Jahr.

Begleiten Sie uns: Wir wittern viele neue Blogartikel, spannende Projekte und nicht zuletzt jede Menge Spaß. Spaß in der Zusammenarbeit mit unserem Kunden. Spaß an der Umsetzung. Spaß an erreichten Zielen. Ein bisschen Spaß haben wir auch für Sie: Wie wäre es mit einer Runde elsch&fink-Memory?

Kommen auch Sie gut durch die Feiertage. Genießen Sie den heiligen Abend, das Essen, den Wein und die Wärme Ihrer Familie. In diesem Sinne wünscht Ihnen elsch&fink von Herzen ein besinnliches Weihnachtsfest.

Über den Autor
Melissa Unkelbach

Melissa Unkelbach

ist ausgebildete gestaltungstechnische Assistentin und Mediengestalterin und designt mit Maus und Hirnschmalz individuelle Webseiten. Melissa ist durch ein Praktikum 2014 bei elsch&fink gelandet und hat ihre Ausbildung gleich hinterher geschoben. Seit dem gehört sie mit ihrem Husky Rusty fest zum fünfköpfigen Team. Ihr digitaler Zauberstab pustet rostigen Webseiten den Staub von der Seele, um Neues zu schaffen.

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