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Interne Verlinkungen: Die SEO-Geheimwaffe 2020

In Gastbeiträgevon Gastautor/inSchreiben Sie einen Kommentar

Bringen Sie Ihre Webseite in den Suchergebnissen ganz nach oben. Wie? Mit internen Links, welche Sie für SEO optimieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum interne Links so wichtig sind, welche Funktionen diese für den Nutzer und für die Suchmaschine erfüllen und wie auch Sie Ihre internen Verlinkungen optimieren können.

Backlinks von anderen Seiten, die auf Ihre Seite verweisen sind wichtig, dies steht außer Frage. Solche externen Links sorgen bei Google für mehr Vertrauen in Ihre Webseite. Aber es sind nicht nur die externen Links, die als absolute SEO-Geheimwaffe gelten, sondern auch die internen Verlinkungen. Haben auch Sie noch keine Ahnung von der Macht der internen Verlinkung? Hier erfahren Sie alles über deren Relevanz und die wichtigsten Pro-Tipps rund um das Thema!

Bevor es tiefer in die Materie geht, möchte ich aber kurz definieren, was genau mit internen und externen Verlinkungen gemeint ist.

Autor: Jasmin Warger ist Junior Digital Marketing Managerin bei der Schweizer Agentur YEP Digital Marketing und für Content & Suchmaschinenoptimierung zuständig. Jasmin studierte bis Mai 2019 Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und sammelte reichlich Online Marketing Erfahrung als Junior Content Managerin.

Externe Verlinkung

Eine externe Verlinkung ist das, was man in der Suchmaschinenoptimierung klassisch als Backlink bezeichnet. Durch Backlinks, oder eben externe Verlinkungen, werden verschiedene Webseiten im Internet miteinander verknüpft. Domain A verlinkt auf Domain B. Durch diese Verlinkungen entsteht ein riesiges Netzwerk aus Webseiten, die untereinander verknüpft sind.

Interne Verlinkung

Anders ist das bei den internen Links, denn hier werden nicht verschiedene Domains miteinander verlinkt, sondern verschiedene Unterseiten einer einzigen Domain. Wenn ich also hier Interne Verlinkungen verleihen einer Webseite im Idealfall eine durchdachte und für den Nutzer einfache Struktur. Zum Beispiel kann ich in diesem Beitrag auf andere elsch&fink- Beiträge zum Thema SEO verlinken und der Besucher kommt mit einem Klick schnell und unkompliziert auf den verlinkten beziehungsweise die verlinkten Posts zu diesem Themenbereich.

Die Relevanz von internen Links für die Suchmaschinenoptimierung

Interne Links sind ja schön und gut, aber sind sie wirklich so mächtig? Ja, und zwar aus mehreren Gründen. Interne Verlinkungen bieten in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert. Grundsätzlich lassen sich drei Gründe nennen, weshalb man mit internen Verlinkungen nicht geizen sollte und dem Thema mehr Beachtung schenken sollte:

  1. Interne Verlinkungen sind für den Webseiten-Nutzer eine nützliche Hilfe, denn durch sie kann er einfacher durch eine Webseite navigieren und von einem Inhalt direkt zum nächsten Inhalt springen.
  2. Eine sinnvolle Struktur einer Webseite entsteht meist dank internen Verlinkungen.
  3. Der sogenannte Link Juice, oder die Linkpower, kann dank internen Links an viele Unterseiten einer Webseite verteilt werden.

Eine sinnvolle interne Verlinkung ist also für Mensch und Maschine wichtig. Wer es mit seiner Webseite im Google Ranking ganz nach vorne schaffen möchte, kommt um das Thema interne Verlinkungen nicht herum. Aber das Ganze optimieren wir natürlich nicht nur für Google, sondern auch für den Nutzer.

So helfen interne Links Google beim Crawling

Wenn wir uns mit der Frage beschäftigen, warum interne Links für ein gutes Google Ranking so wichtig sind, ist es wichtig zu verstehen, wie Google Ihre Webseite wahrnimmt. Google erfasst Ihre Webseite und die Inhalte darin mithilfe von sogenannten Web-Crawlern. Bei diesen Web-Crawlern handelt es sich natürlich nicht um Menschen, sondern um automatisierte Bots. Die Crawler-Bots durchleuchten regelmäßig Billionen von Webseiten im ganzen Netz. Die gesammelten Informationen aus den Webseiten werden in einem Suchindex festgehalten.

Was genau passiert beim Webseiten-Crawling?

Die Bots von Google rufen beim Crawling-Vorgang Ihre Webseite auf und besuchen alle darauf verlinkten Unterseiten, um die darauf enthaltenen Informationen zu indexieren. Wenn Sie anhand von internen Links auf wichtige Unterseiten Ihrer Domain verlinken, werden auch diese Informationen indexiert. So hangelt sich der Bot von der Startseite zu den verschiedenen Unterseiten und von dort aus zu den weiteren Unterseiten.

Aber was, wenn die interne Verlinkung nicht konsequent weitergezogen wird?

Die Crawler von Google gehen beim Durchkämmen und Indexieren der Webseiten ziemlich “engstirnig” vor. Innerhalb von einer Webseite durchforsten die Bots alle Unterseiten, auf die intern verlinkt wird. Man kann sich das Ganze am besten als Baumdiagramm vorstellen, bei dem es von einer Verzweigung zur nächsten geht. Wenn aber die Verzweigungen auf einmal aufhören, ist Schluss. Alle Seiten, die nicht per interner Verlinkung erreicht werden können, werden vom Google-Crawler gar nicht erst gefunden. Und was der Crawler nicht findet, existiert für Google schlicht und einfach nicht. Wenn Sie also eine wichtige Unterseite haben, die für Ihre Nutzer und auch für das Ranking wichtig ist, muss diese unbedingt intern verlinkt werden. Ansonsten ist es, als würde diese Unterseite gar nicht existieren.

Der Mehrwert von internen Links für den Webseiten-User

Dass interne Links für Google extrem wichtig sind, sollte nun klar geworden sein. Aber welchen Mehrwert gibt es für die User einer Webseite? Hier kommt wieder das Baumdiagramm von vorhin ins Spiel. Idealerweise ist Ihre Webseite nämlich genau so aufgebaut. Von der übergeordneten Webseite gelangt der User über interne Links zu den verschiedenen Unterseiten und von dort aus zu wieder neuen Unterseiten. Mit solch einer Struktur kann man einen Nutzer möglichst lange auf der eigenen Webseite halten, denn er kann sich mit wenigen Klicks genau die Inhalte ansehen, die ihn interessieren.

Für den Nutzer liegt der Mehrwert einer sinnvollen internen Linkstruktur also in einer einfacheren Navigation. Der User gelangt einfach und schnell zu den Inhalten, die er sehen möchte. Zum Beispiel kann man dem User durch intern verlinkte Unterseiten zu ergänzenden Inhalten zu einem bestimmten Thema leiten. Das kann dann wiederum positive Auswirkungen auf das Ranking haben, denn der User hält sich dank den verlinkten Inhalten, die er sich ansieht, länger auf Ihrer Webseite auf.

Die Sache mit dem “Link Juice”

Vorhin habe ich bereits schon vom sogenannten “Link Juice” gesprochen, aber was genau hat es damit auf sich?
Link Juice ist nichts anderes als die Power oder die Stärke, die ein Link besitzt. Üblicherweise ist es so, dass die Startseite einer Domain die wichtigste Seite ist. Hier befindet sich also am meisten Link Juice. Die Startseite ist im Normalfall auch die Seite, die am meisten Traffic erhält. Nun ist das Ziel, von diesem Traffic zu profitieren und ihn auch auf kleinere Unterseiten zu leiten.

Von der Startseite wird also auf verschiedene Unterseiten verlinkt, die dann einen Teil des Link Juices der Startseite erben. Aufgrund der Hierarchie besitzen diese verlinkten Unterseiten also schon nicht mehr ganz so viel Link Juice, wie die Startseite selbst. Wenn von der Unterseite dann nochmals auf weitere Unterseiten verlinkt wird, erhalten diese wieder etwas weniger Link Juice als die übergeordnete Seite. So geht das Ganze dann immer weiter. Dank interner Links können schwächer besuchte Seiten vom Link Juice übergeordneter Seiten profitieren.

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Grafische Erklärung zum Link-Juice

7 Tipps, um Ihre interne Linkstruktur zu optimieren

Die Basics zur internen Verlinkung und zum Crawling sind verinnerlicht – jetzt geht es ans Eingemachte. Grundsätzlich lässt sich Folgendes sagen: Je öfter ein interner Link auf Ihrer Webseite vom User angeklickt wird, desto besser ist er.
Und wie können die internen Links nun konkret optimiert werden, damit sie möglichst oft geklickt werden? Das verrate ich Ihnen anhand der nächsten 7 Tipps.

  1. Links müssen gut erkennbar sein
    Niemand klickt auf einen Link, der nicht als solcher erkennbar ist. Sie klicken ja beim Lesen dieses Blogbeitrags auch nicht wild auf jedes zweite Wort, es sei denn, ein Wort oder eine Wortgruppe hebt sich optisch vom Rest des Texts ab. Denn dann ist es höchstwahrscheinlich ein Link. Heben Sie die internen Links mit Farben, Unterstreichungen oder anders vom Rest des Inhalts ab.
  2. Am besten im Content Bereich
    Packen Sie interne Verlinkungen möglichst nicht in den Footer oder in die Seitenleiste, sondern in den Content Bereich. Im Content Bereich kann nämlich mehr Link Juice an die verlinkte Unterseite vererbt werden. In unserer Content Marketing Rubrik finden Sie zudem weitere interessante Artikel zum Thema Content Marketing.
  3. Möglichst am Anfang
    Links werden häufiger angeklickt, wenn Sie möglichst am Anfang des Inhalts auftauchen. Gehen Sie immer davon aus, dass Ihre Webseiten-Nutzer faul und ungeduldig sind. Niemand will einen ganzen Text lesen, bevor man zu den Informationen weitergeleitet wird, die einen interessieren.
  4. Links auf prominenten Seiten platzieren
    Platzieren Sie Ihre Links auf den Seiten mit der größten Linkpower. Das ist im Normalfall die Startseite. Wenn Sie Ihre wichtigsten Unterseiten hier verlinken, werden diese vom Nutzer schneller gefunden.
  5. Nicht zu viele Links auf einmal
    Es gibt natürlich auch bei der internen Verlinkung zu viel des Guten, nämlich dann, wenn es auf einer Seite so viele Verlinkungen gibt, dass sie untereinander konkurrieren. Platzieren Sie also nicht zu viele Links auf einer Seite, dann werden die vorhandenen auch öfter angeklickt.
  6. Context is Key
    Bauen Sie nur interne Verlinkungen ein, die im jeweiligen Kontext auch wirklich Sinn ergeben. Der richtige Kontext ist für jede interne Verlinkung natürlich extrem wichtig, denn ansonsten ist der Nutzer auf der Webseite schnell verwirrt und springt ab.
  7. Relevanter Ankertext
    Last but not least: Der Ankertext sollte bei jeder internen Verlinkung klar verständlich machen, was das Linkziel ist. Verwenden Sie also als Ankertext ein klares Keyword oder mehrere Keywords, die dem Nutzer einen Vorgeschmack geben, was sich auf der Unterseite befindet. Wie Sie die Keywordoptimierung nicht machen sollten, erklären wir in diesem Blog- Beitrag.

Nun kennen Sie die wichtigsten Anforderungen an Ihre internen Links. Werden diese konsequent so eingehalten und umgesetzt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die User auf die Links klicken und dass auch Google Ihre Seite vollständig indexieren kann.

Machen Sie’s wie Wikipedia

Beim Thema interne Verlinkung gibt es zahlreiche Paradebeispiele. Eines davon ist Wikipedia. Wikipedia ist dafür bekannt, jedes wichtige Keyword intern zu verlinken. Wenn man sich beispielsweise einen Wikipedia-Artikel über das Thema “Suchmaschinenoptimierung” durchliest, wird auf die Keywords “Webseite”, “Suchmaschinenranking”, “Suchmaschinenmarketing” und auf viele weitere Keywords verwiesen, zu denen der Nutzer möglicherweise weiterführende Informationen benötigen könnte.

So kann man sich einfach und mit wenigen Klicks in die verschiedenen Themen vertiefen, was zu einer längeren Verweildauer auf Wikipedia führt und somit wiederum das Ranking positiv beeinflusst. Die internen Links von Wikipedia erfüllen alle 7 Kriterien, die vorhin aufgeführt wurden. Somit schafft es Wikipedia, die Linkstruktur nicht nur für den Nutzer, sondern auch für die Crawler-Bots von Google zu optimieren. Machen Sie’s also wie Wikipedia.

Zusammenfassung

Jetzt sind Sie an der Reihe. Sind Ihre internen Links bereits optimal oder lässt sich noch etwas verbessern?
Wir haben gesehen, dass interne Verlinkungen für die Suchmaschinenoptimierung eine sehr wichtige Rolle spielen, die man nicht unterschätzen sollte. Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihren internen Verlinkungen möglichst alle Ihre Unterseiten erreichen – ansonsten werden diese nicht von Google indexiert und existieren quasi nicht. Optimieren Sie Ihre internen Links so, dass diese zu einer sinnvollen Webseiten-Struktur beitragen und zudem möglichst oft geklickt werden. Platzieren Sie sie im richtigen Kontext und heben Sie sie optisch und mit den richtigen Ankertexten hervor.

Ein interessanter Fakt zum Schluss:

Im Internet befinden sich über 30 Billionen Webseiten. Für die allermeisten davon gibt es keinen einzigen externen Link, über die man sie erreichen könnte. Diese Webseiten, die nicht über externe Verlinkungen erreicht werden können, sind also auf interne Verlinkungen angewiesen, um von Google überhaupt indexiert zu werden. Wer interne Verlinkung also ernst nimmt, kann es mit seiner Webseite weit bringen!

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