Meine 10 besten Momente bei elsch&fink

Jetzt sitze ich also hier und überlege, wie ich meinen Abschiedsartikel beginne.

Folgende erste Sätze habe ich bereits verworfen:

  • Aufgrund einer Herzensangelegenheit (präziser: Überführung einer Fern- in eine Nahbeziehung) verlasse ich das Unternehmen zum 30. April 2018 und verabschiede mich auf diesem Wege von Kunden und Kollegen mit besten Grüßen in den Süden.
  • Wer hätte gedacht, dass dieser Tag einst kommt; nun rückt mit jedem Schritt des Uhrzeigers auf dem Zifferblatt unweigerlich der Abschied näher; düstere Wolken kleiden den Himmel in ein graues Gewand, das dem Schatten der Trauer auf unseren Seelen gleicht …
  • Ich bin dann mal weg.

Wie man sieht, fällt es mir nicht leicht. Ich bin zwar berühmt-berüchtigt dafür, ohne mit der Wimper zu zucken Blogartikel von 5000+ Wörtern zu schreiben. Offenbar versiegt dieser Enthusiasmus jedoch, wenn es darum geht, Adieu zu sagen.

Ohnehin bin ich aber seit jeher mehr für handfesten Content statt phrasendreschende Platzhalter zu begeistern. Statt mich in Plattitüden des Trennungsschmerzes zu ergehen, denke ich für meinen allerletzten Blogartikel bei elsch&fink deshalb lieber an die Highlights der vergangenen dreieinhalb Jahre zurück.

In diesem Sinne präsentiere ich nun die Top 10 Momente meiner Zeit bei elsch&fink. Machen Sie sich auf ein paar pikante Details gefasst!

 

 

Wie wir nicht aus dem Escape Game escapet sind

Wir schreiben das Jahr 2016. Sieben tapfere Gesellen treten bei der Weihnachtsfeier an, um sich einschließen zu lassen. Die Aufgabe: Kniffelt euch Rätsel für Rätsel den Weg aus der Kunstgalerie frei, und zwar schneller als das andere Team.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an diesen Post:

 

 

Den entlarve ich jetzt, wo mich dafür keiner mehr feuern kann, aber als Lüge – denn nur ein Team schaffte es damals in die Freiheit. Skandal! Offenbar ist die Hälfte unserer Belegschaft gut beraten, sich nochmal Dr. Kawashimas Hirnjogging zu widmen oder ab und an ein Sudoku zu lösen.

Naja: Wir können viel, aber eben nicht alles. Wenn Sie das nächste Mal einen Code entschlüsseln oder ein Rätsel knacken wollen, fragen Sie lieber die elsch&fink-Designabteilung. Die Marketingabteilung kann Ihnen höchstens verraten, wie man sich des nächtens in eine Kunstgalerie einsperren lässt und dann nervös darauf warten muss, dass der Nachtwächter einen zufällig findet und aus der Misere befreit. Aber wissen Sie was: Unsere Qualitäten liegen eben woanders!

 

 

Wie wir auf der re:publica allerlei Abenteuer erlebt haben

Zusammengefasst lässt sich über die drei Tage auf der re:publica in Berlin folgendes festhalten:

 

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Wie wir mehr als einmal hochziehen mussten

Wenn Sie schon einmal bei uns zu Besuch waren, wissen Sie sicher, dass es für die gesamte Büroetage nur eine einzige Toilette gibt. Zwischen 15 und 20 Leute stehen deshalb vor der Herausforderung, entweder ihren Stoffwechselrhythmus sehr präzise aufeinander abzustimmen, oder aber stets ein Ohr offen zu halten, um mitzukriegen, wann die Toilettentür mit lautem Rums ins Schloss fällt.

Nun liegt unser Büro aber ganz am Ende des Flures, und hier bekommt man den Klotürknall nicht immer mit. Und so geschieht es regelmäßig, dass man den langen Weg zur Toilette antritt, an sämtlichen anderen Büros vorüberschreitet und dann ernüchtert feststellen muss, dass besetzt ist. Übrig bleibt dann nur: hochziehen und zurückschleichen.

Um wenn schon nicht uns selbst, so wenigstens das schwere Schicksal zu erleichtern, haben wir daraus kurzerhand ein Spiel gemacht. Jeder, den es erwischt, muss einen Strich auf einer Liste setzen. Bei einer gewissen Anzahl von Strichen wird eine Strafe fällig: Melissa musste beim 50. Strich ein Paket Knackwürstchen mitbringen. Ich beim 100. Strich eine Portion weitestgehend zuckerfreie Süßigkeiten. Und Judith, auf deren Konto der 150. Strich ging, muss noch eine Runde Biermischgetränk für alle ausgeben.

 

Das berühmtberüchtigte elsch&fink-Klospiel

 

Um meine Kollegen bei der Stange zu halten, habe ich für die nächsten paar Strafen schon mal ein paar Ideen entwickelt:

  • 200. Strich: mir eine unterhaltsame Postkarte schreiben
  • 250. Strich: einen Telefonstreich bei einer Konkurrenz-Agentur durchführen
  • 300. Strich: einen Karaoke-Abend organisieren und das erste Lied singen, während alle noch nüchtern sind
  • 500. Strich: eine Woche lang eine lustige Kopfbedeckung tragen, und zwar ununterbrochen, auch im Falle eines Kundenmeetings
  • 1000. Strich: sich neue Büroräume mit mehr Toiletten suchen

 

 

Wie wir es selber mal so richtig krachen lassen durften

Als ich eines trüben Januartages im Büro eintraf, wartete dort auf mich die Lila Lena. Meine Kollegen wurden von der Fetten Elke und dem Dicken Ding überrascht. Dabei handelt es sich, wie ich schleunigst festhalten möchte, nicht um Begegnungen zwielichtiger Art, sondern um Feuerwerkskörper, die Sebastian von Lightfire Feuerwerke uns geschenkt hatte. Normalerweise lässt er’s für seine Kunden knallen, nun durften wir mal selber ran.

War das erlaubt? War das schon Bestechung? Hätten wir uns beim Finanzamt anzeigen müssen?

Fragen über Fragen. Als wir die Lila Lena dann gezündet und damit sämtliche Bewohner der Nachbarschaft ordentlich durchgerüttelt haben, waren die Antworten darauf vor allem eins: egal.

 

 

Wie wir immer fein gespeist haben

Deluxe-Burger beim Bun Bites Beef: 5/5 Sterne. Kaltes Bier und große Rolle vom FOK am Hafen: 5/5 Sterne. Riesenpizza bei der L’Osteria: 5/5 Sterne.

 

 

Wie wir bei den Online Marketing Rockstars 2017 kein Tattoo bekommen, dafür aber unsere Liebe für die 90er wiederentdeckt haben

2017 war unser Jahr der Messe- und Konferenzbesuche. Die OMK Bielefeld. Die re:publica. Und, im März, die Online Marketing Rockstars in Hamburg. Natürlich waren die fachlichen Inhalte interessant und natürlich haben wir viel gelernt, aber so richtig in Erinnerung behält man ja vor allem, was nebenher passiert.

Ein Messestand hatte zum Beispiel einen kostenlosen Tätowierer am Start, und eine Kollegin und ich kamen schwer in Versuchung. Leider war die Schlange so lang, dass man sie auch noch aus dem Büro in Münster hätte sehen können.

Die Enttäuschung darüber war aber rasch verflogen, als nach Feierabend der Stargast auf der Messeparty auftauchte: nämlich DJ Oli P. mit seinem 90er-Jahre-Hitprogramm. Obwohl Metal mehr so meins ist und ich nachmittags noch versucht hatte, am Messestand der Wacken Foundation ein Ticket für das bekannteste Open-Air-Headbanging Europas zu gewinnen, muss ich sagen: war gut. Zwar lässt sich zu Hit Me Baby One More Time und Around the World (La La La La La) das Haupthaar eher schlecht schütteln, dagegen aber (nach dem einen oder anderen Freibier) sehr gut das Tanzbein schwingen.

 

 elsch&fink bei den Online Marketing Rockstars 2017  elsch&fink bei den Online Marketing Rockstars 2017  Bei der re:publica 2017 leider kein Wacken-Ticket gewonnen

 

 

Wie wir einmal fast in See gestochen wären

Bei meiner Aufzählung könnte man fast meinen, wir hätten hier nie gearbeitet, aber glauben Sie uns, das haben wir tatsächlich. Nur nicht an jenem Tag, an dem wir auf die Idee kamen, unsere Agentur müsse ihr eigenes Schiff besitzen.

In mühevoller Kleinarbeit bastelte Melissa den Prototypen der MS elsch&fink. Leider soff dieser schon beim ersten Anlauf in einer Pfütze ab. Die tierische Besatzung verstand von der Schifffahrt wohl nicht allzu viel. Deshalb haben wir unsere Pläne, auf der firmeneigenen Yacht über den Aasee zu schippern, bis heute nicht in die Tat umgesetzt – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 

Ihre Webseite dümpelt so vor sich hin? Dann alle Mann an Bord und freie Fahrt voraus für Ihr Marketing! Lassen Sie uns ans Ruder: Wir spinnen kein Seemannsgarn, sondern machen klar Schiff im Onlinemarketing. – Derlei ging uns während der Konstruktion der MS elsch&fink durch den Kopf. Kaum ließen wir sie zur See, wurden die Marketingplattitüden aber durch unflätige Seemannsflüche abgelöst, denn unser Schiff erinnert nicht nur durch seine Prächtigkeit an die Titanic: Leider ist es auch schon auf der Jungfernfahrt in einer Pfütze abgesoffen. Das mit der Arche Noah üben wir wohl nochmal. #eineschifffahrtdieistlustig #keinepanikaufdertitanic #weltuntergang #büroalltag #regeninspiriert #widerdietrübsal #spökes #agenturleben #onlinemarketing #münster #elschundfink

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Wie wir uns jedes Jahr wieder so richtig, richtig popichtig über den Rosenmontagsumzug gefreut haben

Nicht.

 

 

 

Wie wir die Welt ein bisschen grüner gemacht haben

Es ist eine meiner größten Begabungen – und hierbei muss ich mir selber wirklich beachtenswertes Talent bescheinigen -, mein halbes Monatsgehalt im Baumarkt für Sukkulenten auszugeben und diese dann auf meiner Fensterbank in kürzester Zeit elendig verrecken zu lassen. Offenbar ist mein grüner Daumen nicht einmal für die Kakteenpflege grün genug.

Trotzdem war meine Freude groß, als ich entdeckte, dass es sich auch bei den wuchernden Prachtstücken im Meetingraum um Sukkulenten handelt. Denn zwar kann ich die Pflanzen nicht am Leben halten, aber zumindest züchten. Dazu nämlich muss man nur ein Sukkulentenblatt irgendwohin legen, fünf Wochen vergessen, und schon ist eine neue Pflanze gesprossen. Grünzeug vergessen: Also das kriege ich hin.

Meine Kolleginnen waren recht überrascht, als ich wie ein Kräuterhexchen im Meetingraum erst Hände voller Blätter pflückte und sie dann wochenlang auf meinem Schreibtisch vertrocknen ließ. Nachdem ich ihnen die Absicht dahinter erklärt hatte, waren sie aber recht schnell begeistert dabei und so eröffneten wir die bürointerne Sukkulentenzucht:

 

 

Und wie wir stolz verkünden können, hat sich seit letztem März in diesem Projekt so einiges getan:

 

Unsere bürointerne Sukkulentenzucht

 

An meinen Nachfolger spreche ich an dieser Stelle schon mal eine Warnung aus: Wehe, ich komme eines Tages zu Besuch und entdecke, dass die Sukkulenten eingegangen sind – dann gebe ich dir ein Bier aus, denn du bist offenbar voll und ganz in meine Fußstapfen getreten.

 

 

Wie wir es weit gebracht haben

Und jetzt mal für einen kurzen Moment Spökes beiseite.

Vor dreieinhalb Jahren hab ich hier als Werkstudentin angefangen. Vor anderthalb Jahren haben wir sektschlürfend und gummibärchenorakelnd meine Einstellung als erste feste Vollzeitmitarbeiterin bei elsch&fink zelebriert. Rückblickend kann ich sagen: Mann, was haben wir alles geschafft.  

Seit meinem ersten Tag hier haben wir gemeinsam die Agentur von der WordPress-programmierenden Webseitenbude zu einer richtigen Online-Agentur ausgebaut, die Informationsarchitekturen entwirft, SEO-Strategien entwickelt und Social-Media-Kampagnen orchestriert.

Wir haben mit kleinen Webseiten für Arztpraxen angefangen und gestalten heute Onlinepräsenzen für international tätige Unternehmen. Wir sind zwischen Hamburg, Osnabrück und Münster getourt, haben Kunden besucht, Präsentationen gehalten, Workshops geleitet, Krisengespräche geführt und Konzepte vorgestellt. Wir haben Pleiten eingefahren und Erfolge verbucht. Wir haben Neues gelernt und Altes überdacht. Wir haben an unserer Marke, unseren Prozessen und an uns selbst gearbeitet. Wenn das nach viel klingt, dann, weil es viel war.

In dieser Zeit habe ich unendlich viel gelernt, hatte den Raum, eigene Schwerpunkte zu setzen und den Werdegang der Agentur aktiv mitzugestalten. Ich durfte Erfahrungen in Management und Personal sammeln, die Berufseinsteiger anderswo vielleicht nicht machen. Und so gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In jedem Fall aber wünsche ich meinen Kollegen – nun: Ex-Kollegen – alles Gute. Mögen eure Akquise-Kampagnen von Erfolgen gekrönt sein. Mögen eure Sukkulenten stets eifrig grünen. Und vor allem: möge die Toilette niemals besetzt sein, wenn es dringend wird.

 

 

Hier noch die Bildquelle für das GIF.

Über den Autor

Lea Gallon
Lea Gallon
Ideen und Texte mit Sinn und Verstand, ohne Rechtschreibfehler.

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