Diese Tools verraten Ihnen, auf welche Keywords Sie optimieren sollten – und auf welche nicht

Wer den gängigen Tutorials zum Thema Keyword-Recherche folgt, der hat ziemlich schnell eine lange Liste an Keywords zusammengestellt. Auf sämtliche Keywords dieser Liste zu optimieren, wäre natürlich viel zu aufwändig. Nur: Wie wählt man die “richtigen” aus? Am Besten mit einem Keyword-Tool, das angibt, wie schwer es ist, für dieses Keyword organisch zu ranken. Wir stellen die bekanntesten Tools vor und erklären, was sich jeweils hinter der Keyword-Schwierigkeit verbirgt.

 

Jedem, der schon einmal einen Artikel zum Thema Keyword-Recherche gelesen hat, wird folgendes Vorgehen bekannt vorkommen:

  1. Brainstorming.
  2. Bei der Konkurrenz spinksen.
  3. Den Google Keyword-Planer benutzen. (Warum das eine schlechte Idee ist, erklären wir Ihnen gleich noch.)
  4. Mit Answer the Public sogenannte Long Tail Keywords aufdecken (also “getreidefreies hundefutter günstig online bestellen” statt “hundefutter”).
  5. Bei KeywordTool.io herausfinden, was Google Suggest zu dem Thema zu sagen hat.
  6. Mit Google Trends saisonale Trends und bevorzugte Synonyme aufspüren.
  7. ???
  8. Profit.

Die Crux: Wenn man Schritte 1 bis 6 befolgt, hat man ziemlich schnell eine Liste mit hunderten, wenn nicht gar tausenden Keywords zusammen. Die kann man aber schwerlich alle auf der eigenen Webseite unterbringen. Einige werden keinen Sinn ergeben, weil sie nicht zum Angebot passen. Für andere müsste man erst wochenlang Content produzieren. Wieder andere haben nicht im entferntesten was mit der Webseite zu tun.

Wie wählt man jetzt aus diesem Wust die richtigen Keywords aus, um die eigene SEO-Strategie auf ein solides Fundament zu stellen?

Einige Keywords lassen sich recht einfach aussortieren, zum Beispiel solche, die nicht zum Thema der Webseite passen. Bei anderen dagegen ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, ob man darauf nun optimieren soll oder es besser bleiben lässt. Was, wenn Sie Keywords auswählen, bei denen Sie gegen eine übermächtige Konkurrenz anstinken müssen? Oder solche, nach denen kaum jemand sucht?

Mit etwas Pech optimieren Sie an Ihrer Webseite herum, bis Sie davon graue Haare bekommen, und schaffen es bei Google trotzdem nicht auf Seite 1. Das möchte man tunlichst vermeiden.

 

 

Mögen die Tools mit Ihnen sein

Zum Glück müssen Sie hier nicht im Dunkeln stochern. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, “gute” Keywords auszuwählen:

  1. Manuell.
  2. Mithilfe eines Keyword-Tools.

Die manuelle Auswahl eignet sich eigentlich nur für sehr kleine Projekte, da man dabei jedes potenziell interessante Keyword einzeln bei Google eingibt und überprüft – das kann dauern. In professionellem Rahmen geht man deshalb eigentlich immer den Weg über ein Keyword-Tool.  

Die Herausforderung, aus den unzähligen Keywords, die man im Handumdrehen recherchiert hat, die besten auszusuchen, ist natürlich nicht neu. Am Markt existieren zahlreiche (oft kostenpflichtige) Tools, die damit werben, eine sogenannte Keyword Difficulty bzw. Keyword-Schwierigkeit zu berechnen. Dieser Wert wird meist als eine Zahl ausgegeben und beschreibt, wie schwierig es wird, mit diesem Keyword ein gutes Ranking zu erzielen.

Nicht immer ist aber sofort ersichtlich, anhand welcher Daten diese Keyword-Schwierigkeit denn berechnet wird und was der Wert eigentlich exakt aussagt.

Doch bevor wir uns den einzelnen Tools zuwenden, die da draußen auf Sie warten, und diese Fragen im Detail beleuchten …

 

… einige Worte zum Google Keyword-Planer

Das erste Tool, was so ziemlich jeder ausprobiert, um Keywords zu finden, ist der Google Keyword-Planer.

 

Der Keyword-Planer wird oft als DAS Tool für die Keyword-Recherche empfohlen, ist er aber nicht.

 

So beginnt dann auch jedes zweite Tutorial zum Thema Keyword-Recherche mit dem Ratschlag, den Keyword-Planer zurate zu ziehen. Dieser schlägt schließlich nicht nur passende Keywords vor, sondern gibt auch gleich noch mit an, wie viele Leute im Monat danach suchen und wie groß die Konkurrenz ist. Damit ist er das Tool für die SEO-Keywordrecherche.

 

Der Keyword-Planer eignet sich für die Keyword-Recherche weniger, als man denkt.

 

Stimmt’s?

Nein.

Wir empfehlen Ihnen stark, bei der Keyword-Recherche für organisches (!) SEO die Finger vom Keyword-Planer zu lassen, und zwar aus folgenden Gründen:

 

Durchschnittswerte verschleiern saisonale Entwicklungen und entstehende Trends

Der Keyword-Planer gibt Ihnen das Suchvolumen im Durchschnitt der letzten zwölf Monate aus. Damit werden saisonale Entwicklungen völlig unter den Tisch gekehrt. Die könnten aber für Ihre Content-Strategie durchaus interessant sein.

Um Ihnen mal ein sehr plakatives Beispiel zu nennen: “Diät” wird im Schnitt rund 33 000 mal pro Monat gegoogelt. Schaut man sich das Diagramm an, fällt aber auf, dass am Höhepunkt im Januar mehr als doppelt so viele Suchanfragen auftreten wie am niedrigsten Punkt im Dezember.

Es kann durchaus Zeitpunkte geben, zu denen es sich lohnt, auf ein Keyword zu optimieren, das laut dem Keyword-Planer ein niedriges Suchvolumen aufweist. Die Werte sind mit Vorsicht zu genießen und müssen durch zusätzliche Erkenntnisse wie den Jahresverlauf beurteilt werden.

 

Der Keyword-Planer ist für die Keyword-Recherche für organisches SEO nicht geeignet.

 

Ein weiteres Problem: Stellen Sie sich mal vor, ein Keyword wurde 11 Monate lang gar nicht gegoogelt, erhält aber in Monat 12 rasanten Aufschwung. Errechnet man daraus den Durchschnitt aus 12 Monaten, wird der natürlich unterirdisch sein, obwohl es sich lohnen kann, in Monat 12 auf den Zug aufzuspringen. Diese Verrechnungsweise verschluckt also auch erste Anzeichen dafür, dass sich Trends entwickeln.

Man erinnere sich hier an das von Donald Trump unfreiwillig erfundene Wort “covfefe”, dessen Suchvolumen damals im Durchschnitt der zwölf zurückliegenden Monate wohl recht uninteressant gewesen wäre.

 

Google Trends ist im Vergleich zum Keyword-Planer das bessere Tool für die Keyword-Recherche.

 

Zugegeben, das ist ebenfalls ein sehr plakatives Beispiel. Damals war es schwer, an dem Wort vorbeizukommen. Aber denken Sie an andere Themen: Wenn Sie sich ausschließlich auf den Keyword-Planer verlassen, entgehen Ihnen möglicherweise Trends, die für Ihr Unternehmen eine Content-Chance darstellen könnten.

 

Viel zu große Spannen bei den durchschnittlichen Suchanfragen

Die durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat werden in so großen Spannen angegeben, dass die Zahlen völlig nutzlos sind, um zu bewerten, ob sich das Optimieren auf diese Keywords lohnt. Etwas detailliertere Daten erhält man nur, wenn man Geld in AdWords steckt. Wer keine Anzeigen schaltet oder nur ein geringes Budget investiert, der bekommt hier Zahlen zu sehen, mit denen sich nicht vernünftig arbeiten lässt.

 

Der Keyword-Planer gibt bei der Keyword-Recherche das durchschnittliche Suchvolumen in Spannen an, mit denen man nicht arbeiten kann.

 

Die Zahlen sind nicht verlässlich

Zwischen den verschiedenen Google-Tools herrschen teilweise große Diskrepanzen, was die Daten angeht. Nehmen wir als Beispiel die Begriffe “barfen hund”, “hundefutter online” und “hundefutter ohne getreide”. Hier noch einmal das Ergebnis aus dem Keyword-Planer:

 

Die Daten, die der Keyword-Planer bei der Keyword-Recherche liefert, sind unpräzise.

 

In Google Trends ergibt sich ein etwas anderes Bild. Das Balkendiagramm links gibt den Durchschnitt des Interesses über das letzte Jahr verteilt an. Der Wert 100 steht laut Google für die höchste Beliebtheit des Begriffs (und Beliebtheit wird ja an der Anzahl der Suchanfragen gemessen), der Wert 50 dafür, dass der Begriff im Vergleich halb so beliebt ist.

 

Bei der Keyword-Recherche benutzt man lieber Google Trends als den Keyword-Planer.

 

Für die untersuchten Keywords gibt Google Trends auf dieser Skala folgende Werte aus:

 

hundefutter ohne getreide16
hundefutter online23
barfen hund57

 

Was ja schon einmal nicht stimmen kann: Laut dem Keyword-Planer wird “hundefutter ohne getreide” angeblich häufiger gesucht als “hundefutter online”. Warum “hundefutter ohne getreide” in Google Trends trotzdem den niedrigsten Wert erhält? Das weiß nur Google.

Ebenfalls verwunderlich: Laut dem Keyword-Planer wird “hundefutter ohne getreide” dreimal so oft gesucht wie “hundefutter online”. Dagegen wird laut Keyword-Planer “barfen hund” zweimal so oft gesucht wie “hundefutter ohne getreide” und sechsmal so oft wie “hundefutter online”. Auch dieses Verhältnis der Daten im Keyword-Planer spiegelt sich aber in den Werten bei Google Trends nirgends wieder.

Experten wie Rand Fishkin empfehlen, Google Trends eher zu vertrauen. Unterm Strich gilt: Verlassen Sie sich nicht darauf, was der Keyword-Planer Ihnen zum Thema Suchvolumen sagt.

 

Die Angaben zum Wettbewerb sagen nicht das aus, was viele glauben

Was bedeutet es, wenn der Wettbewerb “hoch” oder “niedrig” ist? Diese Angabe sagt rein gar nichts darüber aus, wie schwierig es wird, für dieses Keyword organisch zu ranken. Stattdessen gibt der Wert an, wie viele Wettbewerber darauf bieten, dass ihre AdWords-Anzeigen bei diesem Keyword angezeigt werden. Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun.

 

Der Keyword-Planer lässt Keywords unter den Tisch fallen

Wer versucht, über den Keyword-Planer das Suchvolumen für größere Mengen an Keywords abzufragen, der wird früher oder später folgende Meldung erhalten:

Der Keyword-Planer fasst nämlich nach eigenem Ermessen Keywords zusammen, von denen er glaubt, dass sie sich zu sehr ähneln. Das ist in zweierlei Hinsicht problematisch:

  • Erstens können Sie nirgends nachverfolgen, welche Keywords wie zusammengefasst wurden – außer, Sie vergleichen Ihre Liste und die des Keyword-Planers Keyword für Keyword, was bei Tabellen mit mehreren hundert Einträgen eine mühselige Sache ist.
  • Zweitens ist der Keyword-Planer dazu gedacht, Sie beim Schalten von AdWords-Anzeigen zu unterstützen. AdWords-Anzeigen zielen in der Regel darauf ab, Kunden zu einem Angebot zu locken. Wer darauf klickt, hat also eine Kaufabsicht. Der Keyword-Planer fasst dementsprechend Suchanfragen zusammen, von denen er glaubt, dass dahinter keine Kaufabsicht steckt – dass ein User also nicht auf eine Anzeige klicken würde, die zu dieser Suchanfrage erscheint. Ob Sie mithilfe dieser Keywords nützlichen, interessanten und hilfreichen Content erstellen könnten, der in den organischen Suchergebnissen erscheint, juckt das Tool dagegen nicht.

 

Und die Moral von der Geschicht’ …

… verwend’ den Keyword-Planer nicht!

Spaß beiseite: Der Keyword-Planer mag seine Berechtigung haben, wenn es um das Schalten von AdWords-Anzeigen geht. Seine Daten sind aber denkbar ungeeignet zu beurteilen, mit welchen Keywords Sie organisch ranken können. Wer hier bezahlten und organischen Traffic vertauscht, kommt mit seinen SEO-Bemühungen in Teufels Küche.

 

Update (April 2018): Google führt neuen Keyword-Planer ein

Nachdem Google AdWords jüngst eine neue Oberfläche verpasst bekommen hat, folgt nun auch das Update für den Keyword-Planer.

 

Der neue Google Keyword-Planer 1

 

Der alte Keyword-Planer ist übers Menü immer noch aufzurufen, wird aber sicherlich in Zukunft gänzlich verschwinden. Auf der Startseite des Keyword-Planers befinden sich nun nur noch die Optionen, neue Keywords zu ermitteln oder Daten zu Keywords abzufragen.

Das Design-Update bringt auch einige neuen Funktionen mit sich: So werden in der neuen Planübersicht zum Beispiel die Daten für Desktop- und mobile Suchen  getrennt angezeigt. Auch das Diagramm für Suchanfragen nach Location ist neu.

 

Der neue Google Keyword-Planer 2

 

Aber auch der neue Keyword-Planer scheint keine vernünftigen Daten für organische Suchmaschinenoptimierung auszuwerfen. Somit bleiben die eben angesprochenen Kritikpunkte bestehen – auch wenn der Keyword-Planer jetzt etwas hübscher und intuitiver zu bedienen ist.

 

Vorhang auf für die SEO-Tools!

Dass der Keyword-Planer Ihnen kaum hilft, ist aber kein Weltuntergang. Stattdessen gibt es da draußen eine ganze Reihe von anderen Tools, die bei der Keyword-Recherche helfen. Die meisten davon sind zwar kostenpflichtig, bieten aber erschwingliche Einsteigertarife für kleinere Unternehmen an.

Mit diesen Tools können Sie neue Keywords aufdecken, das Suchvolumen akkurater einschätzen und beurteilen, wie schwierig es wird, für bestimmte Keywords zu ranken. Und genau um diese letzte Funktion soll es im Folgenden gehen, denn teilweise unterscheiden sich die Tools darin erheblich.

Und bevor es losgeht, noch ein Disclaimer: Dieser Artikel ist mehr oder weniger das Ergebnis der Recherche nach dem perfekten Keyword-Tools für uns selbst. Wir haben schlussendlich mit Ahrefs gearbeitet, aber da uns in der Praxis der Vergleich fehlt, können wir unterm Strich keine abschließende Empfehlung abgeben. Wenn Sie Ihre Erfahrungen mit den Tools mit uns teilen wollen, freuen wir uns natürlich!

 

Dieser Artikel enthält keine Affiliate-Links.

 

Moz Keyword Explorer

Wer dahinter steckt:

Moz – der amerikanische Marktführer in Sachen SEO.

Was die Keyword-Schwierigkeit aussagt:

Wie schwierig es ist, auf der ersten Seite der Suchergebnisse (also in den Top 10) höher zu ranken als die aktuellen Konkurrenten. Der Wert wird auf einer Skala von 1 bis 100 angegeben. 1 ist sehr einfach, 100 sehr schwer. Moz sagt selber: Ab einem Wert von 40 wird es signifikant schwieriger, für ein Keyword zu ranken. Ab einem Wert von 60 muss man sich auf harten Konkurrenzkampf einstellen. Je höher die Keyword-Schwierigkeit, desto höher müssen Qualität des Contents, Anzahl der Backlinks und Domain Authority sein (dazu gleich mehr).

Wie die Keyword-Schwierigkeit berechnet wird:

Der Wert wird berechnet anhand von Page Authority und Domain Authority sowie der geschätzten Click-Through-Rate der aktuellen Suchergebnisse auf Seite 1. Bei Page Authority und Domain Authority handelt es sich ebenfalls um Metriken, die Moz entwickelt hat. Die Domain Authority prognostiziert anhand der Anzahl der Backlinks, der Anzahl verlinkender Domains und anderen Moz-Metriken, wie gut eine Webseite in den Suchergebnissen rankt. Die Page Authority funktioniert ähnlich, bezieht sich aber auf einzelne Unterseiten.

Unterm Strich handelt es sich bei der Keyword-Schwierigkeit von Moz ungefähr um ein gewichtetes Mittel der Page Authority der Top 10. In die Gewichtung geht unter anderem die Domain Authority mit ein. Dadurch wird berücksichtigt, dass teilweise Seiten ranken, die eine geringe Page Authority haben, aber auf einer Seite mit sehr hoher Domain Authority liegen.

Was das Tool noch kann:
  • Vorschläge für weitere interessante Keywords liefern
  • geschätztes Suchvolumen für Keywords angeben
  • geschätzte Click-Through-Rate für Keywords angeben
  • die aktuellen Top 10 für die Suchanfrage analysieren
  • Seiten anzeigen, die das analysierte Keyword im Seitentitel und/oder der URL haben
  • Seiten analysieren, um herauszufinden, für welche Keywords diese ranken
Sprache:

Englisch, kann aber deutsche Keywords analysieren.

Preis:

20 Abfragen im Monat sind kostenlos. Danach beginnen die Basistarife ab 99 $ im Monat (79 $ bei Zahlung für ein Jahr im Voraus).

 

Ahrefs Keyword Explorer

Wer dahinter steckt:

Ein multinationales Team aus der Ukraine mit Sitz in Singapur. Seit 2011 arbeitet man hier kontinuierlich an der SEO-Software. Der hauseigene Crawler verarbeitet bis zu sechs Milliarden Seiten am Tag und erreicht damit immerhin ein Drittel der Geschwindigkeit des Googlebots.

Was die Keyword-Schwierigkeit aussagt:

Wie schwierig es wird, für ein Keyword in den Top 10 zu ranken. Der Wert wird auf einer Skala von 1 bis 100 angegeben. Dabei ist die Skala nicht linear, sondern basiert auf der Anzahl der Domains, die einen Backlink gesetzt haben. Wie viele Backlinks hinter welchem Wert stecken, lässt sich bei Ahrefs direkt nachschauen (weiter unten auf der Seite wird die Keyword-Difficulty en Detail erklärt).

Wie die Keyword-Schwierigkeit berechnet wird:

Das Programm analysiert das Backlink-Profil der Top 10 der Seiten, die für ein bestimmtes Keyword ranken. Dabei erhebt es die Anzahl der Domains, die einen Backlink zu diesen Seiten gesetzt haben. Onpage-Faktoren werden dabei völlig außer Acht gelassen. Hintergrund: In einer Studie, die immerhin zwei Millionen Keywords untersuchte, konnte Ahrefs zeigen, dass die stärkste Korrelation immer noch zwischen Ranking und Backlink-Profil besteht.

Was das Tool noch kann:

Das Tool ist Teil einer größeren Suite, die so ziemlich alles kann – von Rankings tracken über Seiten-Audits bis hin zur Backlink-Analyse. Der Keyword Explorer selber kann außerdem noch

  • Keyword-Vorschläge generieren
  • Daten zum Suchvolumen ausgeben (die von Ahrefs selber gesammelt werden und nicht auf Google-Daten basieren)
  • angeben, wie häufig Suchergebnisse zu einer bestimmten Anfrage tatsächlich angeklickt werden, und ob Nutzer im Schnitt einmal oder mehrfach nach dem Keyword suchen
  • die SERPs für ein Keyword anzeigen
  • und vieles mehr
Sprache:

auf Deutsch verfügbar

Preis:

Probieren kann man das Tool eine Woche lang für 7 $. Danach kostet die Lite-Version im Monat 99 $. Zwei Monate gibt’s bei Vorauszahlung für ein Jahr geschenkt.

 

SEMrush

Wer dahinter steckt:

Ein Software-Unternehmen mit Sitz in vier Ländern, das sich auf Tools für Online-Marketer und SEOs spezialisiert.

Was die Keyword-Schwierigkeit aussagt:

Wie leicht man für ein bestimmtes Keyword die organische Position eines Mitbewerbers in den Top 20 Suchergebnissen bei Google oder Bing erreichen kann. Dabei gibt das Tool den Konkurrenzgrad in Prozent an. Je höher der Prozentsatz, desto schwieriger wird es, die Konkurrenz für dieses Keyword zu schlagen.

Wie die Keyword-Schwierigkeit berechnet wird:

Hier hält sich SEMrush etwas bedeckt. In die Berechnung fließt auf jeden Fall die Autorität der Domains mit ein, die auf der Suchergebnisseite auftauchen. Woran sich “Autorität” bemisst, wird nicht ersichtlich. (Wer hier mehr Einblick hat: Wir lassen uns gerne eines Besseren belehren!)

Was das Tool noch kann:

Bei SEMrush handelt es sich um eine komplette SEO-Suite mit allen wichtigen Funktionen:

  • Keywords der Mitbewerber analysieren
  • Anzeigen der Mitbewerber im Blick behalten und analysieren
  • Backlink-Profile auch im Hinblick auf die Qualität analysieren
  • Keywords recherchieren und analysieren, verwandte Keywords aufdecken, Longtail-Keywords finden
  • und vieles mehr.
Sprache:

Auf Deutsch verfügbar, einige Support-Seiten sind noch nicht übersetzt.

Preis:

Ab 99 $ im Monat. Wer für ein Jahr im Voraus bezahlt, spart rund 200 $.

 

Mangools

Wer dahinter steckt:

Sechs junge Leute aus der Slowakei, die enthusiastisch Tools für SEO-Profis programmieren.

Was die Keyword-Schwierigkeit aussagt:

Mangools spricht selber von “SEO-Schwierigkeit”. Je höher der Wert, desto schwieriger wird es, mit anderen zu konkurrieren, die auch für das Keyword ranken möchten. Bis zu einem Wert von 39 ist es leicht bis einigermaßen machbar, selber für das Keyword zu ranken. Von 40 bis 54 ist es möglich, von 55 bis 89 schwierig bis sehr schwierig, und ab einem Wert von 90 lautet der Rat: Lass es bleiben.

Wie die Keyword-Schwierigkeit berechnet wird:

Es wird die allgemeine “Linkprofil-Stärke” für jede Webseite berechnet, die in den Top 10 für das Keyword rankt. Die Linkprofil-Stärke gibt Aufschluss über die Qualität des Backlink-Profils. Der Wert basiert auf Daten von Moz, nämlich auf Domain Authority, Page Authority, MozRank (gibt Aufschluss über den Wert der Links, die von und zu einer Seite führen) und MozTrust (gibt sehr einfach gesagt Aufschluss über Vertrauenswürdigkeit einer Seite). Der Mittelwert der Linkprofil-Stärken auf der ersten Suchergebnisseite ist dann die sogenannte SEO-Schwierigkeit.

Was das Tool noch kann:

Der KWFinder von Mangools kommt im Set mit einigen anderen Tools an, sodass eine Reihe von Funktionen abgedeckt werden:

  • Suchergebnisseiten für Keywords überprüfen und damit die Stärken und Schwächen der Konkurrenz im Blick behalten
  • das eigene Ranking für Keywords und Domains tracken
  • Backlink-Analysen durchführen, auch bei der Konkurrenz
Sprache:

englisch

Preis:

Das Basic-Paket ist bei monatlicher Zahlung für knapp 45 $ zu haben. Bei Vorauszahlung für ein Jahr spart man im Vergleich rund 40 %.

 

Fazit

Mit dieser Auflistung haben wir sicherlich nicht alle Tools abgedeckt, die Ihnen durch die Angabe der Keyword-Schwierigkeit dabei helfen, die richtigen Suchbegriffe für Ihre organische Suchmaschinenoptimierung auszuwählen. Wir freuen uns also, wenn Sie uns helfen, die Liste zu ergänzen, oder uns von Ihren Erfahrungen mit den Tools berichten.

Dennoch sollten zwei Dinge unterm Strich klar geworden sein. Erstens, beim Thema Keyword-Planer gilt: “Das sind nicht die Keywords, die Ihr sucht.” Und zweitens: Der Einsatz von professionellen Tools (oder das Beauftragen eines Profis, der damit umgehen kann) hebt Ihre SEO-Strategie aufs nächste Level.

 

Über den Autor

Lea Gallon
Lea Gallon
Ideen und Texte mit Sinn und Verstand, ohne Rechtschreibfehler.

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