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Podcasts: Eine Informationsquelle in Dauerschleife

In Content-Marketing von PraktikantenHinterlasse uns einen Kommentar

Sie möchten tiefer in eine Materie eintauchen wie Politik, Geschichte oder Wissenschaft? Ihnen fehlt jedoch die Zeit, ständig die aktuelle Ausgabe der Tageszeitung zu lesen und Bücher sehen Sie auch oft nur von außen? Zudem sind Sie ein treuer Anhänger von Serien, die immer weiter fortgesetzt werden? Dann bietet der Podcast Ihnen eine wohltuende Lösung: Er ist schonend für Ihre Augen und flüstert Ihnen allerlei nützliche Inhalte ins Ohr.

Wie der Podcast Ihren privaten und unternehmerischen Alltag bereichern kann und warum Ihr Unternehmen vielleicht auf den fahrenden Trend-Zug aufspringen sollte, erfahren Sie hier.

Der Podcast – einem Trend auf der Spur

Der Begriff Podcast setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Der vordere Teil Pod stammt von dem einstigen Aushängeschild Apples, dem iPod. Das Cast wiederum lässt sich von dem englischen Wort Broadcast, zu deutsch Rundfunk, ableiten. Vielleicht können Sie nun schon erahnen, wo die Reise hin geht?

Folglich sind Podcasts Audio-Dateien, die sowohl von Radio- und Fernsehsendern angeboten werden als auch von anderen Betreibern. Inzwischen führen neben dem WDR oder dem NDR beispielsweise auch renommierte Zeitungen wie ‘Die Zeit’ einen eigenen Podcast-Kanal. Influencer, Moderatoren oder Fußballspieler sprechen ebenfalls regelmäßig ins Mikrofon: Palina Rojinski plaudert mit prominenten Gästen, Mats Hummels erzählt mit seinem Bruder Geschichten aus dem Sportalltag und Frank Thelen informiert über Themen wie Startups, Technologie und Digitalisierung. Besonders prominent ist derzeit auch der Podcast von der Autorin Charlotte Roches und ihrem Mann: In Paardiologie spricht das Ehepaar offen und ohne jeden Scham über Sexualität, Beziehungen und Gefühle.

Dabei bestehen Podcasts wie die klassische Serie aus mehreren Folgen. Anders als bei Serien für die Augen sind die einzelnen Episoden meistens inhaltlich voneinander unabhängig, was den Einstieg für Sie als neuen Hörer erleichtert. Damit Sie als Zuhörer keine Folge verpassen, sollten Sie Ihre Lieblings-Podcasts abonnieren. Der Vorteil: Bei Neuerscheinungen werden Sie sofort benachrichtigt und können Ihr Hörvergnügen starten.

Ein wohlklingender Zusatzfaktor: Zeit spielt keine Rolle

Es ist zwölf Uhr Mittag, bis zu Ihrer Pause dauert es noch mindestens eine Stunde und eine neue Folge Ihrem Lieblings-Podcast ist gerade hochgeladen worden? Keine Angst – Sie können entspannt am Schreibtisch sitzen bleiben und weiter arbeiten. Denn die Audio-Dateien sind on demand. Das bedeutet, dass Sie diese jederzeit im Internet anhören und im besten Fall sogar herunterladen können.

In einigen Fällen folgen die Podcast-Betreiber streng ihrem Sendeplan: Zu einer bestimmten Uhrzeit am festgelegten Tag muss die neue Folge veröffentlicht werden. Doch für Sie bleibt es weiterhin entspannt. Zu jeder Tageszeit und an jedem beliebigen Ort können Sie die neue Episode anhören – eben genau dann, wann Sie Zeit gefunden haben. Das kann kurz vor dem Einschlafen sein oder auf Ihrem Heimweg in der Bahn – wie wär’s?

Des Weiteren gibt es bei den Audio-Dateien kein Minimum oder Maximum, was die Dauer der einzelnen Folgen betrifft. Je nachdem, wie viel Zeit und thematisches Interesse Sie mitbringen, wählen Sie entweder einen Podcast, der innerhalb von sechs Minuten mit einem Thema abschließt oder Sie lauschen anderthalb Stunden einer Diskussion zu dem gleichen Content.

Ausnahmefälle und andere Kuriositäten des Podcasts

Das Gute an Podcasts ist: sie sind grundsätzlich kostenlos. Damit die Betreiber bei dem Ganzen dennoch nicht in die Röhre schauen, greifen die meisten Anbieter auf Werbung zurück. Radio- und Fernsehsender, die wiederum zu den öffentlich-rechtlichen Programmen zählen, können auf die Anzeigen verzichten. Die anfallenden Kosten decken die Rundfunkgebühren.

Ausnahmen und Sonderfälle gibt es jedoch auch bei den Podcasts. Dazu gehören die exklusiven Podcasts, die für die Zuhörer kostenpflichtig sind. Hier haben Audible, Spotify oder andere Plattformen ihre Finger im Spiel und kreieren podcastähnliche Werke. Aber merken Sie sich: Audio-Serien sind keine Podcasts.

Vielleicht fragen Sie sich nun, warum so kleinkariert unterscheiden wird. Schließlich bewerben die Plattformen ihre Exklusiv-Reihen als Podcasts und auch den Inhalt bereiten sie podcasttypisch auf. Doch das Hauptunterscheidungsmerkmale ist und bleibt die Verfügbarkeit. Während bei Spotify, Audible und Co die Audio-Serien nur auf der jeweiligen kommerziellen Plattform gestreamt und heruntergeladen werden können, sind die Podcasts frei zugänglich. Zum einen gibt es Softwares, die helfen, Podcasts zu abonnieren – sogenannte Podcatcher – aber auch Podcasts-Apps, die nach dem gleichen Prinzip wie die Podcatcher arbeiten. Wenn Sie Gefallen an der ein oder anderen Audio-Serie gefunden haben, müssen Sie wohl oder übel für das Hinhören bezahlen.

Nichtsdestotrotz liegen die Audio-Dateien stark im Trend. Egal ob Podcast-Original oder Audio-Serie – beide locken und binden neue Hörer, erzielen eine hohe Reichweite und kurbeln durch Werbung den Absatz an.

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Phase eins – aller Einstieg ist leicht

Sie sind neugierig geworden und möchten nun auch endlich hören, wovon hier die ganze Zeit gesprochen wird? Nichts leichter als das. Doch bevor Sie starten können, sollten Sie sich entscheiden, ob Sie via Smartphone oder PC in die Welt der Podcasts einsteigen. Besonders leicht ist es für Sie als Smartphone-Nutzer: Sie benötigen schlicht und einfach eine Podcast-App. Bei den iPhones ist beispielsweise eine solche App schon vorinstalliert – die App Apple Podcasts gehört zur Grundausstattung. Bei Android-Handys war das lange anders – inzwischen ist auch Google aktiv geworden und hinterlegt bei allen Handys mit Google Betriebssystem die App Google Podcasts.

Dennoch steht es Ihnen natürlich frei, selbst zu wählen, welcher App Sie Ihr Vertrauen schenken wollen. Haben Sie ein iOS-Betriebssystem, bieten sich auch die Anwenderprogramme wie Overcast, Castro oder Downcast an. Haben Sie kein Apple-Gerät, können Sie auf Pocket Case, AntennaPod oder Chakouat zurückgreifen.

Bei iTunes stehen Ihnen ebenfalls zahlreiche Podcasts zur Verfügung und auch Streaminganbieter selbst, wie Spotify oder Deezer, rüsten auf. In einigen Mediatheken im Internet kann es Ihnen ebenfalls passieren, dass Sie Audio-Dateien in Serienform antreffen und ganz automatisch die Ohren spitzen.

Phase zwei – auf die Ohren, fertig, los!

Sie haben nun Ihr Smartphone vor sich, eine App ausgewählt und das Netzwerk ist stabil? Dann ist es an der Zeit, die Lautsprecher anzuschmeißen.

Zwar unterscheiden sich die zahlreichen Apps in ihrem Aufbau, doch die Funktionsweisen sind meistens identisch. In vielen Fällen können Sie mit der Podcast-App – wer hätte es gedacht – Podcasts hören, Ihre eigene Mediathek zusammenbasteln und mithilfe einer Suchfunktion die Tiefen der Podcast-Welt beleuchten.

Auf der ersten Seite, praktisch der Startseite der App, haben Sie im Blick, welche Podcasts Sie abonnieren, welche Episoden Sie schon gehört haben und welche neue Folgen kürzlich hochgeladen worden sind.

In Ihrer Mediathek finden Sie dann alle von Ihnen zur Mediathek hinzugefügten Podcasts und Folgen – auch jene, die Sie derzeit nicht abonnieren. Sie können Ihre Podcast-Bücherei ebenfalls durchsuchen, sofern Sie gezielt eine bestimmte Folge oder einen bestimmten Podcast suchen. Hier ist es Ihnen oftmals auch möglich, Podcasts aufzunehmen, die Sie auf einer Webseite abonniert haben. Oftmals sind Podcasts von einzelnen Webseite nur an Ort und Stelle anzuhören und somit nicht bei Spotify oder Deezer aufzufinden. Mithilfe von Funktionen wie “Podcast per URL hinzufügen” können Sie auch den auserwählten Podcast der Webseite über eine App hören und abonnieren.

Mit der Durchsuchen-Funktion erkunden Sie wiederum die Podcasts-Trends und können sich durch die Vielzahl an Themen hören.

Das ist ja alles schön und gut, aber wie höre ich Podcasts am PC?

Hier muss erneut zwischen Windows und Apple-Geräten unterschieden werden. Das Programm iTunes erleichtert die Bedienung erheblich, denn hier können Sie innerhalb eines Podcast-Verzeichnisses nach Rubriken suchen und diese auch abonnieren – zumindest dann, wenn iTunes als festes Programm bei Ihnen auf dem PC installiert ist.

Haben Sie keine Lust auf die Apple-internen Produkte oder besitzen keinen Mac? Dann können Sie entweder ganz bequem auf die Streamingplattform Spotify zurückgreifen oder Sie suchen online nach einem passenden Portal – das bekannteste ist wohl podcast.de. Nach einer erfolgreichen Registrierung können Sie auch hier Suchen starten und Podcasts in Ihre Mediendatenbank hinzufügen.

Möchten Sie einen Hauch von Nostalgie in Ihre technische und digitale Welt bringen? Dann nutzen Sie doch gPodder oder Winamp. Diese Podcatcher können Sie ebenfalls ohne jegliche Kosten Ihrerseits bedienen – doch die Programme erfordern von Ihnen viel Zeit und Nerven. Denn sie werden nicht mehr weiterentwickelt und verharren auf ihrem aktuellen technischen Zustand.

Um loslegen zu können, benötigen Sie die RSS-Adresse des Podcasts, kopieren die Adresse von der Webseite des Anbieters und rufen diese dann in Ihrem ausgewählten Podcatcher auf.

Der RSS-Feed – eine kurze und anschauliche Erklärung

Informationen über den Podcast-Namen, über die jeweiligen Episodentitel und einzelne Inhaltszusammenfassungen müssen irgendwo hinterlegt werden – und zwar im RSS-Feed. In Dateiform speichert der Feed die für den Download wichtige RSS-Adresse von der Audio-Datei. Die Podcatcher können dann die jeweiligen Daten entziffern und auswerten.

Die Podcast-Apps gehen übrigens mit der gleichen Arbeitsweise vor – der einzige Unterschied ist jedoch, dass diese stets technisch modifiziert werden.

Der Podcast – doch nur ein Nischenprodukt?

Keinesfalls ist der Podcast ein Nischenverweiler: Jeder Fünfte in Deutschland hört inzwischen Podcasts im Alltag. Das kann etwa vor dem Schlafengehen sein oder beim Hausputz. Die Hauptzielgruppe der Hörer ist dabei zwischen 14 und 49 Jahren alt. Aber auch die 50- bis 64-Jährigen ziehen nach und konsumieren regelmäßig Serien für die Ohren.

Google und Apple haben ihre Chancen gesehen und setzen jegliche Hebel in Bewegung, um das Podcast-Business weiter auszubauen. Google Podcasts beglückt derweil seine Zuhörer mit einer neuen Suchfunktion: Die Nutzer können speziell nach Themen suchen und bekommen als Suchergebnis einzelne Podcast-Episoden angezeigt, die thematisch passend sind. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch effektiv – die einzelnen Folgen ganzer Podcast-Reihen erhalten so viel mehr Aufmerksamkeit und Reichweite. Denn oftmals können die Titel der Podcasts irreführend sein und das thematische Spektrum gar nicht in voller Breite aufzeigen.

Aber nicht nur das – Google geht noch weiter und integriert Podcasts nun auch in seine berühmte Suchmaschine. Zumindest wird das Verfahren in den USA gestartet: User können so ihren Suchbegriff eintippen, das Wort Podcast dahinter setzen und dann spuckt Google Ergebnisse aus, die sich hören lassen.

Auch Apple revolutioniert den Markt: Kürzlich gab das Unternehmen bekannt, iTunes und das Desktop-Betriebssystem macOS Catalina mit Apple Music, Apple Podcasts und Apple TV auszuwechseln. Dadurch erhofft sich Apple, neue Kunden durch die kostenpflichtigen Angebote an sich zu binden und gerade über die Podcast-Schiene kaufbereite Hörer anzulocken.

Aber wie Sie vielleicht von einem bekannten Sprichwort wissen: Wenn zwei große Riesen bereit sind, um den größten Kundenstamm zu konkurrieren, dann freut sich – bekanntlicherweise – ein Dritter. In diesem Fall ist es Spotify, der auf dem Markt mitmischt. Dafür kaufte der Streamingdienst neben dem erfolgreichen amerikanischen Medienunternehmen Gimlet Media auch die für Podcasts bekannte Creator-Plattform Anchor. Das Ziel Spotifys? Der größte Anbieter für Podcasts zu werden und die Wahrnehmung auf dem Wettbewerbsmarkt weiter zu stärken.

Warum vertrauen also Google, Apple und Spotify in die Zukunft des Podcasts? Was ist denn nun das geheimnisvolle Etwas am Podcast, so dass die großen Unternehmen bereit sind, so viel Geld in den Markt zu investieren?

Wie auch Sie mit Podcasts Geld verdienen

Eine junge Zielgruppe, die dann auch noch bereit ist, Geld zu bezahlen – der Traum eines jeden Unternehmens. Podcasts locken oftmals ein solches Klientel an.
Doch es kommt noch besser: In keiner vergleichbaren Branche wird #Werbung so akzeptiert wie bei den #Podcasts. Klicken Sie um zu Tweeten

Sie kennen das doch auch: nicht enden wollende Werbespots im Fernsehen, nervtötende Werbejingles im Radio und Anzeigen, die sich im Internet nicht wegklicken lassen. Doch was ist, wenn Sie die Werbung gar nicht als solche wahrnehmen, weil diese so geschickt im Hörgeschehen integriert ist? Denn der Großteil der gespielten Werbung bei Podcasts stellen Native Ads dar – nur ein sanfter, musikalischer Übergang weist darauf hin, dass nun Werbung folgt. Die werbenden Inhalte spricht der Moderator meist selbst in sein Mikrofon, so dass die Werbung eher nach einem gut gemeinten Ratschlag eines Freundes klingt, mit dem Sie gerade eine Unterhaltung führen. Oftmals erzählt der Hoster auch nebenbei eine nette Anekdote oder schwärmt, wie das Produkt sein Leben bereichert hat.

Studien haben bewiesen, dass diese Form der gehörten Werbung prächtige Früchte trägt: Fast 32 Prozent der Hörer besuchen nach der auditiven Anzeige die dazugehörige Webseite und 12,9 Prozent schließen den Besuch sogar mit einem Kauf ab.

Die Werbetreibenden haben jedoch auch noch andere Möglichkeiten – neben den Native Ads – die Werbetrommel zu rühren: Audiospots und Sponsoring. Bei den Audiospots versuchen sich sich die Werbenden kurz zu halten: Ein Spot dauert meist nicht länger als 60 bis 90 Sekunden und erinnert stark an Radiowerbung. Das Sponsoring wiederum verhilft dem eigenen Unternehmen, der eigenen Marke oder den eigenen Dienstleistungen und Produkte in den Vordergrund zu rücken. In 20 bis 30 Sekunden präsentieren sich die Werbenden meist mit Namen, Jingle und Werbeslogan. Mit der Werbebotschaft wird oft das Hörvergnügen angefangen und auch wieder beendet – der Werbende bleibt so gut im Gedächtnis.Dynamic Podcast-Werbung – oder auch: für jede Lösung ein Problem

Dynamic Podcast-Werbung – oder auch: für jede Lösung ein Problem

Sie haben inzwischen schon einen groben Rundumblick in die weitreichende Landschaft der Audio-Dateien erhalten. Die Themenvielfalt der Audio-Dateien lässt sich kaum erfassen, doch können Sie auch hier Ihre Zielgruppe mit personalisierten Werbeanzeigen ansprechen? Und was ist, wenn die Podcast-Folge sehr erfolgreich abgespielt wird, die Anzeige jedoch komplett veraltet ist? Denn gerade das – eine individuelle und zeitlose Ansprache – können die Native Ads nicht.

In den meisten Fällen können sich die Hoster dafür entscheiden, die Werbeanzeige direkt an der richtigen Stelle mit einzusprechen oder in Form einer weiteren Audio-Datei einfach am Ende manuell einzufügen – das Resultat für die Hörer ist dabei eine einzelne Datei. Bei den sogenannten “Backed-in Ads” können die Anzeigen nicht mehr geändert werden. Auch Jahre später werden die Zuhörer mit derselben Werbebotschaft betextet. Die Lösung für das Problem: Dynamic Ads. Mit diesem Wunderwerk lassen sich die Anzeigen problemlos austauschen, ohne dass die Betreiber erneut die gesamte Folge hochladen müssen. Wichtig ist nun nicht mehr, wann der Podcast veröffentlicht worden ist, sondern wann er vom Hörer heruntergeladen wird. Somit ist Schluss mit alten, nicht mehr laufenden Promotionen und auch ein spezifischer Kundenstamm kann problemlos angesprochen werden.

Vor- und Nachteile von dynamischen Podcast-Ads

Für Werbetreibende bietet sich so der Vorteil, mehrere Ads zu produzieren und bei dem Podcast-Anbieter einzureichen. Cookies sorgen dafür, erste Interessen der Hörerschaft festzustellen und befeuern dann eine Software, die entscheidet, welcher Podcast mit welchen Zuhörern welche Anzeige zu hören bekommt. So kann auch mit Daten über das Alter, das Geschlecht und den Standort der Kundenstamm enger definiert werden. Die Werbung passt so noch viel besser zu dem Hörerstamm der jeweiligen Podcasts und verspricht, den Absatz anzukurbeln.

Negativ an der gezielten Zielgruppenansprache ist jedoch das Risiko, das die Podcasts auf sich nehmen: Die Audio-Dateien erinnern verstärkt an die Einspielungen im Radio. Die Einzigartigkeit, mit der sich das Format von anderen Wettbewerbsformen abhebt, geht so verloren: Die Moderatoren binden die Werbung nicht mehr locker in die Sendung mit ein und reißen nebei keine Witzchen. Es ist eher so, dass ein unheilvoller Cut innerhalb der Sendung entsteht – und egal, wie viel Mühe sich die Beteiligten geben, die Stimmung weiterhin aufrecht zu halten, die Botschaft trifft in einigen Fällen auf taube Ohren.

Influencer, Corporate Podcasts und Content-Ideen

Der Trend auf der Plattform Spotify geht dahin, mit exklusiven Angeboten auf sich aufmerksam zu machen, die Sie nur auf der Plattform selbst konsumieren können. Sie erinnern sich bestimmt – Audio-Dateien, die einen Exklusiv-Charakter erhalten, sind auch nicht kostenlos zugänglich. In diesem Atemzug muss auch dieser Exklusiv-Charakter des Contents gerechtfertigt sein – eine Lösung wird in der Zusammenarbeit mit Influencern gesehen.

Für die Influencer besteht die Chance, auch auf anderen Plattformen – und vor allem auditiv – eine große Masse zu erreichen und den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Die Unternehmen wiederum profitieren: Scheinbar ganz nebenbei können die Influencer im wahrsten Sinne ihre Zuhörer beeinflussen. Sei es, ihre Zuhörer dazu zu animieren, eine neue Sportart auszuprobieren, ein aufregendes Gericht zu kochen oder eben ein spezielles Produkt zu kaufen, welches sie derweil promoten.

Ein neues Gebiet erobern – Ihr Unternehmens-Podcast

Sie lieben Herausforderungen und möchten nicht einfach auf die Reichweite der Influencer zurückgreifen? Ihnen schwebt die Idee vor Augen, selbst aktiv zu werden und einen Schritt weiterzugehen? Zudem punkten Sie mit einer angenehmen Stimme, einer sauberen Aussprache und hegen Interesse, etwas Neues auszuprobieren? Dann haben Sie bestimmt Ihre Freude daran, für Ihr Unternehmen einen Podcast aufzunehmen.

Zwar wären Sie mit dieser Idee kein Vorreiter mehr, aber bilden definitiv nicht das Schlusslicht: Podcasts sind aktuell das neue Content-Marketing-Standbein. Über die Audio-Dateien treffen Ihre Meinungen und Empfehlungen beim Kunden einen ganz anderen Ton und wirken viel persönlicher. So haben Sie die Chance, einige Themen über einen ganz anderen Weg an Ihre Zielgruppe zu bringen.

Neue Herausforderungen und Möglichkeiten

Jetzt brennt es Ihnen unter den Fingernägeln und Sie möchten direkt loslegen. Doch die Idee sollten Sie dennoch gut überdenken: Ein Podcast braucht Zeit. Sie stecken unter Umständen auch viel Arbeit, Energie und Technik in die Produktion eines Podcasts.

Ähnlich wie bei einem Blog müssen Sie planen. Denn die auditive Serie will vorbereitet, produziert, bearbeitet und letztendlich hochladen werden. Ein fester Hoster muss her, um Ihrem Corporate Podcast Wiedererkennungswert zu verschaffen. Zudem müssen Sie Ihren Kanal regelmäßig mit Content bespielen – und wie so oft fallen die Ideen nicht immer vom Himmel. Doch die gut aufbereiteten Inhalte sind schließlich das Wichtigste eines Podcasts. Denn nur, wenn die Zuhörer das Thema packt, sind sie auch bereit, weiter zu hören und sich mit Werbung beschallen zu lassen.

Doch der Podcast verschafft Ihnen neue Möglichkeiten: Beispielsweise bietet es sich für Sie an, Gäste einzuladen, die thematisch passend spannende Informationen für die Ohren liefern. So knüpfen Sie nicht nur neue Kontakte und vertiefen Zusammenarbeiten, sondern bekommen auch ordentlich viel Input. Für Werbung haben Sie ebenfalls ausreichend Raum. Sie bereiten Ihren Content attraktiv für Ihre Zuhörer auf. Außerdem schaffen Sie Nähe und Sympathie zu Ihren Kunden und können auch Themen wie Kundenfragen auf einer erfrischenden Art und Weise angehen.

Mit gutem Beispiel voran

Populäre Beispiele für gut geführte Corporate Podcasts finden Sie beispielsweise bei der AOK oder Hornbach. Während Hornbach ganz locker Hobbyhandwerker von Ihren geschaffenen Werken plaudern lässt, spricht die AOK ernste Themen an. Junge Menschen, die an Krankheiten leiden, bekommen Raum, um von ihren Werdegängen und Komplikationen berichten zu können. Emotionale Geschichten, die die Kundschaft berühren und Mitgefühl erzeugen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Studienergebnisse als Nährboden

Um den Werbetreibenden einen Nährboden für Vertrauen zu bieten, werden Studien zu den Hörerzahlen durchgeführt. Denn was kann für Sie als Investor oder Werbetreibender überzeugender sein als konkrete Zahlen?

Unternehmen wie Megaphone, Nielsen oder Anchor und Gimlet Media, die ja jetzt zu Spotify gehören, gehen das Problem an.

Damit werden die Unternehmen nicht nur viel Geld verdienen, sondern auch den Podcast-Markt bereichern: Der Status Quo der Podcast-Nutzung ist hauptsächlich noch unbekannt. Und obwohl die Podcasts an die Spitze traben, weiß man bisher wenig über die genauen Verhaltensweisen der Nutzer.

Hören oder nicht hören, das ist hier die Frage

Podcasts liegen im Trend – so viel ist gewiss. Nicht bekannt ist jedoch, wie die Inhalte, die Hörer, die Anbieter oder die Werbeanzeigen sich zukünftig weiter entwickeln werden und welche Trendwellen, beispielsweise aus den USA, noch zu uns herüber schwappen werden. Denn so wie es aussieht, ist dem Podcast nicht zu entkommen – gerade wenn drei so bekannte Großunternehmen auf dem Markt mitmischen.

Theoretisch stehen Ihnen die Türen offen in der neuen Welt der Podcasts. Gerade die Werbung ist ein populäres und gefragtes Thema – und ein lukratives Geschäft noch dazu. Ob Sie nun Influencer anheuern, Werbekampagnen schalten oder selbst zum Mikrofon greifen – wir wünschen Ihnen viel Vergnügen. Und wer weiß, vielleicht hören wir ja bald von Ihnen?

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