Von A wie Akquise bis Z wie Zierspargel – Ein Praktikumsbericht

„Jede Zeit ist umso kürzer, je glücklicher man ist.“ Da hat Plinius der Ältere weise Worte gesprochen. Es kommt mir vor, als wäre es erst letzte Woche gewesen, als ich nervös den Fahrstuhl betreten habe, der mich in die fünfte Etage in die Räumlichkeiten von elsch&fink brachte. Der erste Tag ist in allen Lebensbereichen aufregend, irreal und verwirrend. Man fühlt sich zuweilen wie ein ausgesetzter Hund – unsicher und überfordert.

Neue Gesichter, neues Umfeld, neue Arbeitsweisen und Aufgaben. Ich glaube, es hat gut zwei Wochen gedauert, in denen ich immer wieder überzeugt war: Das schaffst du doch nie! Oder: Wie soll ich mir das denn alles merken?

Probieren, lernen, verstehen

Aber ich beginne besser ganz von vorne. Mitte September fing mein dreimonatiges Praktikum bei elsch&fink an. Ich durfte Einblick in die Bereiche Redaktion, Marketing und Akquise gewinnen und wie sich zeigen sollte, eine ganze Menge Neues lernen. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass Akquise nicht zwangsläufig bedeutet, potenzielle Kunden am Telefon nerven zu müssen – siehe da, Akquise kann sogar richtig kreativ sein!

Auch die weite Welt des Marketings bietet unzählige Möglichkeiten und ist, neben dem Abwägen von Kosten und Nutzen, in Sachen Ideenfindung und Umsetzung manchmal eine echt harte Nuss. Schließlich herrscht auf dem Marketing-Markt das ungeschriebene Gesetz des Kreativeren. Nur wer auffällt kann mitspielen. Zuweilen bedeutet das durchaus, dass man gegen den Strom schwimmen muss.

Praktikum heißt lernen und an seinen Aufgaben wachsen.

Abgesehen von der ersten großen Herausforderung, nämlich mich mit Mac vertraut zu machen, musste ich erst einmal verstehen, was denn so an tagtäglichen Aufgaben in der Agentur ansteht – selbstständiges Arbeiten wird nämlich groß geschrieben! Einen Artikel verfassen? Klar, kein Problem. Den Artikel bei WordPress bearbeiten und online veröffentlichen? Äh.. Moment mal. Wie geht das genau? Was ist denn WordPress überhaupt?

Ein bisschen Selbsterkenntnis

Ich erinnere mich noch gut, dass ich beim Veröffentlichen meines ersten Blogartikels richtig überfordert war. So viele Details waren zu beachten – hier ein Klick, da ein Häkchen setzen und den SEO-Check nicht vergessen. SEO? Was zum Teufel sollte das denn sein? Heute, drei Monate später, bin ich zum Glück um einiges schlauer – das könnt ihr beispielsweise hier nachlesen. Erfahrungsgemäß wird alles, was einen zunächst schier zu überfordern scheint, nach kurzer Zeit zur Routine.

Es hat mich selbst überrascht, wie interessant und spannend ich viele Themen fand, die völlig neu für mich waren. So kam es häufig vor, dass ich mich bei Recherchearbeiten durch die Tiefen des Netzes gewühlt habe und vollkommen die Zeit aus den Augen verlor. Eine fundierte Recherche ist Nährboden für jeden guten Artikel. Ob man es glauben mag oder nicht, aber man kann zwischen den Zeilen lesen, ob ein Verfasser mit Motivation und Interesse an einem Text gearbeitet hat.

Auch als Praktikant hat man Einfluss auf das Betriebsklima.

Angenehmes Klima

Wie ich bereits in meinem Artikel zum Thema Betriebsklima erwähnt hatte, spielt der Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz eine große Rolle. Es hat mich daher sehr gefreut, dass ich ab dem ersten Tag als Teammitglied integriert war und ich dazu angehalten war, meinen Workflow selbst zu planen. Ich denke auch, hier liegt ein immenser Fehler, den viele Firmen begehen und der maßgeblich zum schlechten Image des Praktikantenstatus beiträgt: Die Vorgabe von noch so kleinsten Arbeitsschritten und die Weigerung der Anerkennung, dass man Lernende durchaus ins kalte Wasser werfen kann und sollte. Zumindest bin ich mit dieser Vorgehensweise sehr gut zurechtgekommen – learning by doing ist hier die altbekannte Devise.

Gelernt habe ich viel. Geschrieben habe ich, zu meinem größten Vergnügen, auch viel. Und vor allem war ich sehr glücklich. Ich bin der Meinung, dass es nicht nur essentiell für gute Arbeitsergebnisse ist, ob man morgens gut gelaunt zum Arbeitsplatz kommt und sich dort wohlfühlt sondern auch für einen selbst – ist es da verwunderlich, dass ich aktiv zum guten Betriebsklima beigetragen habe, indem ich Zierspargel Zacharias und zwei seiner Freunde auf der Fensterbank einquartiert habe?

 

Bildquellen: stocksnap.io (unter CC0)

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Über den Autor

Jana Viefhues
Junior Account Managerin - mit Herzblut.

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