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Social Media Conference 2019 in Hamburg: Geballter Input, Games & Völlerei

In Agenturgeschichtenvon Simone GerhardtSchreiben Sie einen Kommentar

Während ein anderer Teil unseres Teams bei der Gründungswoche in Münster Gründungsinterssierten Wissen zu den Themen Social Media und Texten fürs Web an die Hand gegeben hat, haben wir unser Wissen in puncto Social Media in Hamburg erweitert. Die Social Media Conference 2019 stand auf dem Plan! Wir lassen die letzten paar Tage – zwischen Wissenshunger und Völlerei – einmal Revue passieren.

First things first: Pitstop im LEGO Store

Bevor wir uns ganz seriös auf die Konferenz begeben haben, sind wir aber erstmal wie die kleinen Kinder in den LEGO Store in Hamburg eingefallen. Das ist keinesfalls auf unseren eigenen Mist gewachsen, sondern kam mit einer klaren Ansage von ganz oben – also von Michael. Die Mission: Zwei LEGO-Figuren zusammenstellen, die möglichst so aussehen wie wir. Gesagt, getan. Mit Feuereifer haben wir die prall gefüllten Boxen durchwühlt, um möglichst lebensechte LEGO Frisuren, Köpfe, Körper und Accessoires aus den abertausenden Einzelteilen zu fischen. Das amüsante Ergebnis kann sich sehen lassen und präsentieren wir Ihnen bestimmt bald!

Social Media Conference 2019: Der Startschuss

Dann ging’s aber endlich zur Social-Media-Sache. Im schönen Empire Riverside Hotel in Hamburg fiel am Dienstagmorgen der Startschuss mit der Begrüßung einer sehr sympathischen Svenja Teichmann von crowdmedia. Was nicht nur ihr aufgefallen ist: Die Teilnehmer der Konferenz waren fast ausschließlich Frauen. Umso positiver haben wir es verbucht, dass auch unter den Sprechern der Social Media Conference viele Frauen waren. Danke, crowdmedia, dass ihr darauf so großen Wert gelegt habt!

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Gamification oder: Wie die Finken auf dem Elsch landeten

Hängen geblieben zwischen vielen interessanten Vorträgen am ersten Tag ist vor allem der Beitrag von Daniel Zoll “Live Hands On: Instagram Story Games” rund um die Gamification und Social Media. Das lag nicht nur an Daniel Zoll selbst (wirkt besser als jeder Kaffee, finden wir), sondern auch an den spannenden Inhalten. Von der (ganz und gar nicht langweiligen) Theorie im Rahmen des Fogg Behavior Models bis zu unserem eigenen Mini-Spiel für die Instagram Stories gab es einiges an nützlichem Input.

Nummer eins: Wenn die Nutzer nicht das machen, was man möchte, sind nicht die User schuld. Wir als Content Creator müssen die richtige Motivation schaffen und sicherstellen, dass die Nutzer nicht nur die Fähigkeiten, sondern auch einen Trigger haben, um zu handeln. Und nicht nur bei Games gilt: Keiner möchte im Internet der Erste sein – außer bei YouTube-Kommentaren. Die User möchten im Netz ein wenig ihre Zeit verschwenden und miteinbezogen werden – nur nicht als Erste. Spiele und gamifizierte Inhalte sind dafür bestens geeignet. Das können Lückentexte in den Instagram Stories sein, Spiele mit verschiedenen Gifs, das Unternehmenslogo als Puzzle, Facefilter etc. Der Vortrag hat reichlich Inspiration und handfeste Beispiele zum Mitmachen geboten.

Wir haben natürlich direkt mitgemacht und fleißig gebastelt: In unserer Instagram Story konnten die User versuchen, genau dann einen Screenshot zu machen, wenn die fliegenden Vögel (Finken, selbstverständlich) für den Bruchteil einer Sekunde auf dem Geweih eines El(s)chs gelandet sind. Die Aufforderung, dass die User uns taggen oder uns ihre Versuche schicken, durfte natürlich nicht fehlen. Der Sinn hinter den ganzen Spielchen? Reichweite generieren, den Nutzern das bieten, worauf sie Lust haben und damit in den Messenger lotsen, wo sich ein Gespräch entwickelt.

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Marie Kondō, Storytelling & merkwürdige Geschichten

Was Marie Kondō mit Content zu tun hat, hat uns Svea Rassmus von der deutschen Bahn erklärt. Marketer sollten sich viel öfter fragen: Ist das relevant? Oder kann das weg? Man muss nicht immer auf allen Social-Media-Kanälen alle Botschaften in den Orbit schicken, sondern sinnvoll selektieren: Was tut der Kanal für mich? Manchmal ist weniger mehr.

Torsten Panzer hat uns daran erinnert, dass Content und insbesondere Storytelling vor allem eins sein sollte: merkwürdig – im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür müssen wir Marketer mehr zuhören, die Kunden in den Mittelpunkt stellen und disruptive Geschichten erzählen. Wir Menschen wollen oft nicht zu viel nachdenken, weshalb fesselnde Geschichten viel besser funktionieren als rational aufgezählte Leistungen. Das Geheimnis von gutem Storytelling? Man denkt, man hätte die Erkenntnis selbst gehabt.

Bei einem Konferenzsaal voller Unternehmen und Content-Hungrigen kam auch die alte Frage wieder auf: Sie oder Du? Wir haben für elsch&fink eine Lösung gefunden und dröseln in unserem Blogartikel “Sie oder Du? Warum Sie mit der falschen Ansprache Kunden verlieren” das Thema für alle Interessierten auf. Es war aber ganz nett zu sehen, dass auch die Hamburger Sparkasse sich bei der Frage etwas herumdrückt und den bekannten Eiertanz zwischen duzen bei Instagram und dann dem Sprung zum “Sie” bei konkreten Kundenanfragen hinlegt und selbst eingesteht: Da könnte sie noch etwas mutiger werden.

Das Thema Mut und sich in den sozialen Medien einfach mal was zu trauen zog sich durch viele Vorträge hindurch. Genau wie die Themen Generation Z, Videos, TikTok und Augmented Reality im Marketing mit Blick auf Gegenwart und Zukunft.

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Der rote Faden der Social Media Conference: Generation Z

Bevor Sie jetzt abspringen, weil Sie denken, dass die Generation Z (geb. zwischen 1997 und 2012) ohnehin nicht Ihre Zielgruppe ist, dann geben wir gerne wieder, was uns in mehreren Vorträgen eingeschärft wurde: In ein paar Jahren wird die Generation Z die größte Kaufkraft auf dem Markt ausmachen. Und: Je eher Sie sich an diese Zielgruppe herantasten, desto besser. Oder wie Jan Honsel es ausgedrückt hat: Nicht die Gen Z braucht unsere Produkte, sondern wir als Marketer brauchen die Gen Z. Laut Jan Honsel agiert diese Generation global, unterscheidet sehr stark zwischen Arbeit und Freizeit, besitzt ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis und beschäftigt sich viel mit Vorbildern, von denen sie stark beeinflusst werden kann. Eine spannende und konsumstarke Zielgruppe, für die ein Purpose immer wichtiger wird. Ein Ansatz von Jan Honsel als Konsequenz: Das Storytelling ändern. Die frühere Erzählkurve mit einem Höhepunkt funktioniert nicht mehr. Sie sollte eher einem verschlungenen Wanderweg mit vielen verschiedenen Ankerpunkten ähneln. Das A und O dabei: Die Schnelligkeit, auf aktuelle Anlässe zu reagieren und gutes Monitoring.

Die Besonderheiten dieser Zielgruppe wurden aber auch in anderen Vorträgen hervorgehoben. Der spezielle Lebensstil, der starke Wunsch, den Alltag zu eventisieren, ihre hohe Kreativität und der Drang, mitzumachen. In diesem Rahmen durfte natürlich auch TikTok nicht fehlen als wichtige Plattform, auf der sich die Generation Z gerade tummelt. Aber auch Twitch wurde mehrfach als Plattform beleuchtet. Gaming und AR spricht nicht nur die Generation Z an, sondern bietet im Social-Media-Marketing auch für andere Zielgruppen durch die Mitmacheffekte großes Potenzial.

Neben TikTok, Twitch und Instagram ging es auf der Social Media Conference auch viel um YouTube und Pinterest. Abgesehen von der für den ein oder anderen vielleicht erschreckenden Tatsache, dass bereits ab Juni auf Pinterest ein deutlicher Anstieg der Suche nach Weihnachtsideen zu verzeichnen ist, konnten wir allerhand neues Wissen rund um Videos, Pins und Apps aufsaugen.

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Unser Fazit zur #SMC19

Mit Blick auf Hamburgs (zugegeben grauen) Hafen ließ es sich gut lauschen, netzwerken und lernen. Bei all dem Input kamen aber auch die Pausen nicht zu kurz. Da elsch&fink nicht für seine kulinarische Zurückhaltung bekannt ist, fällt an dieser Stelle auch ein schnelles Wort zur Verpflegung: vom allerfeinsten. Wir haben uns rundum versorgt gefühlt auf der Social Media Conference 2019.

Ob Papiermappen für jeden Teilnehmer mit dem Programm und anderer Zettelwirtschaft zum Start der Konferenz nötig sind, finden wir ebenso fragwürdig wie die stockende Technik vor Ort. Was uns zum Teil auch nicht so gut gefallen hat, waren die vielen spezifischen Cases der Unternehmen. Während einige dieser Vorträge sehr spannend und aufschlussreich waren, klangen andere wiederum eher selbstbeweihräuchernd und zu spezifisch, als dass wir echten Nutzen daraus ziehen konnten. Beispiele aus der Praxis sind häufig Gold wert. Bei einigen Vorträgen wurde jedoch lediglich an der Oberfläche gekratzt und mit Unternehmenszahlen um sich geworfen, statt uns als Publikum in den Fokus zu stellen. In unseren Augen sehr tolle Cases kamen unter anderem von Thyssen Krupp, der deutschen Börse, der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Haspa. Bei erstgenanntem hat uns Carsten Sichler neben wertvollem Input zu Social Media im internationalen Kontext vor allem eins gelehrt: Menschen auf der ganzen Welt mögen sehr große Bagger.

Alles in allem war es eine sehr gelungene Konferenz, mit vielen tollen und hilfreichen Vorträgen und einer top Organisation. Bis vielleicht zum nächsten Jahr, Hamburg!

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Über den Autor
Simone Gerhardt

Simone Gerhardt

hat ihren Master der digitalen Medienkommunikation an der RWTH Aachen absolviert, um im Anschluss für elsch&fink im Bereich Text, Konzeption und Social Media tätig zu werden. Die Vorliebe für sprachliche Feinheiten und den digitalen Wahnsinn begeistern sie für ihre Arbeit im Onlinemarketing.

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