Was ein Webseiten-Relaunch ist und wann Ihr Unternehmen so etwas auch braucht

In Design von Melissa UnkelbachHinterlasse uns einen Kommentar

Woher wissen Sie als Unternehmer eigentlich, wann es für Sie an der Zeit ist, eine neue Webseite ins Rollen zu bringen für einen Webseiten-Relaunch? Wir erklären Ihnen, wann das sinnvoll ist und welche Eckpunkte Sie dabei unbedingt beachten sollen.

Folgendes Worst-Case-Szenario eines geplagten Users macht dabei den Anfang:

Die Spannungskurve steigt, die Menge ist angespannt, Schweißperlen stören die Technik, alle Augen kleben am Bildschirm, einige verlieren völlig die Geduld. Und dann plötzlich der entscheidende Klick! Da ist er, der alles entscheidende Button. Die Menge tobt, die Tasten fliegen, das Datenvolumen ist abgelaufen, aber er hat sie. Er hat die für ihn nützlichen Informationen auf der Webseite gefunden. Was für ein Sieg, was für eine Meisterleistung nach nur neun Seiten und achtzehn Klicks.

Webseiten dürfen nicht kompliziert sein – Zeit für einen Relaunch.

Ein Webseite-Relaunch? Was ist das?

Der Begriff setzt sich aus dem Präfix “re”, was “wieder” oder “neu” bedeutet, und dem englischen Nomen “launch”, was so viel wie “Start” heißt, zusammen – also ein Neustart, wenn man so will. Oft geht es dabei um die Verbesserung von bereits am Markt bestehenden Produkten, Zeitschriften oder, wie in unserem Fall, einer Webseite.

Neuer Glanz für meine Webseite? Klingt super!

Ganz so geschmeidig läuft das nicht. Viele Unternehmen bestehen samt Webseite bereits einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte am Markt und sind erfolgreich. Ein Relaunch geht häufig mit technischen und strukturellen Veränderungen einher und kann schlimmstenfalls, wenn Sie es nicht richtig machen, Ihrem Ranking und Ihrer Sichtbarkeit in den Suchmaschinen schaden. Geld futsch, Kunden auch.

Selbst wenn die Webseite nach all der Zeit im Design veraltet und langweilig daherkommt, sollten Sie sich erst nach guter Überlegung für eine Neugestaltung Ihrer Unternehmenswebseite entscheiden.

Folgend acht Gründe, die schon unabhängig voneinander für einen Webseite-Relaunch sprechen und erstrecht zeitgleich:

  • Ihre Webseite ist nicht responsiv, passt sich also nicht an verschiedene Geräte an.
  • Klaus regt sich ständig über das unbedienbare, veraltete CMS auf.
  • Ihre Unternehmensphilosophie oder -struktur hat sich grundlegend verändert.
  • Der Custom Code hat Zeile 389.760 erreicht und sprengt das Design.
  • Besucher finden sich nicht zurecht.
  • Featuritis befällt die Webseite und macht sie langsam.
  • Suchmaschinen haben eine Vermisstenanzeige für Ihre Webseite aufgegeben.
  • Ihre Unternehmens-Webseite spricht die Zielgruppe nicht mehr an.
  • Ihre URL-Struktur ist so nichtssagend wie diese: www.schlechte-url.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=30079&tx_dfbnews_pi4[cat]=56

Hand aufs Herz: Können Sie hinter einem oder mehrerer dieser Fakten einen Haken setzen? Dann sollten Sie ernsthaft über eine Neuausrichtung nachdenken.

Ist Ihre Webseite aber von Erfolg gekrönt und generiert fleißig Neukunden, möchte ich Ihnen folgende sechs Gründe an die Hand geben, die auch unabhängig voneinander gegen einen Webseiten-Relaunch sprechen:

  • Dem Chef hängt das Design zum Hals raus, Kunden kommen aber zu Hauf über die Webseite.
  • Ihre Webseite ist schon fünf Jahre alt.
  • Das Logo muss dringend überarbeitet werden.
  • Hier und da muss dringend am Text geschraubt werden.
  • Wettbewerber X hat eine neue Webseite.
  • Sie möchten einen Relaunch, haben aber keine Zeit.

Gefallen Ihnen also punktuell auf der Webseite einige Elemente nicht mehr, wie beispielsweise nur das Logo oder vereinzelte Bilder, benötigen Sie dafür keinen kompletten Relaunch im eigentlichen Sinne. Läuft Ihre Unternehmenspräsentation sonst wie gewünscht, übernimmt Ihre Digitalagentur gerne kleinere Baustellen, wie die Neuentwicklung eines Logos, den Austausch mehrerer Texte oder nur die responsive Anpassung.

Die Würfel sind gefallen, der Webseiten-Relaunch soll starten

Wahrhaftig eine mutige Entscheidung. Nun denken Sie noch über folgende Fragen nach: Können Sie die Baustelle intern in Angriff nehmen? Haben Sie für die einzelnen Aufgabengebiete einen Fachmann im Boot? Wissen Sie im Detail über die DSGVO Bescheid? SEO ist Ihr zweiter Vorname? Dann frisch ran ans Werk, das sind große Vorteile für Sie.

Ist dies nicht der Fall und Sie möchten den Relaunch in die Hände einer Digitalagentur geben, sollten Sie sich vor Beginn erkundigen, ob alle Stolperfallen von Experten abgesichert sind. Wie schon erwähnt, kann ein Relaunch ein böses Ende nehmen, das viel Zeit und Geld verschlingt. Nehmen Sie also von Anfang an das nötige Geld in die Hand, planen Sie vorab mit Ihrer Agentur die Abläufe und denken Sie vor allem an eins: Sie sind nicht aus dem Schneider. Während der ganzen Zeit ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Digitalagentur gefragt.

Ein Relaunch ist teuer, ein schlechter Relaunch noch viel teurer.

Strukturiert zur neuen Webseite

1. Konzeption und Planung

Führen Sie sich im ersten Schritt vor Augen, was Sie mit einem Relaunch erreichen möchten. Es ergibt Sinn, die Webseite bei einem so großen Eingriff gleich in jeder Hinsicht zu verbessern, sowohl technisch, designerisch als auch inhaltlich.

Dies hat zur Folge, dass alle Bereiche betroffen sind, wofür Sie starke Partner an Ihrer Seite brauchen. Melden Sie sich bei der Digitalagentur Ihres Vertrauens, um das notwendige Fachwissen zu erhalten.

Was ist an der jetzigen Webseite gut gelungen, was könnte verbessert werden? Zusammen mit Ihrer Digitalagentur und einiger Analyse-Dienste wie Google Analytics können Sie Ihre Webseite inhaltlich hinterfragen und mögliche Blindgänger wie beispielsweise Seiten, die kaum besucht werden, herausfischen. In diesem Zuge können Sie auch gleich Ihre Navigation auf Komplexität prüfen. Das geht am einfachsten, wenn Sie einen Testnutzer, der nicht unbedingt mit Ihrer Webseite vertraut ist, um Hilfe bitten. Schafft der Tester es, ohne Hilfe ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Oder erdrückt ihn der verstrickte Kategorien-Baum, ähnlich wie anfangs geschildert?

2. Vorbereitung

Legen Sie Ansprechpartner fest, an die sich Ihre Digitalagentur bei Rückfragen wenden kann. Umgekehrt sollte dies genauso geschehen. Nicht nur die Ansprechpartner, sondern alle Beteiligten des Projektes sollten im Bilde sein, um Verwirrung vorzubeugen. Vor allem diejenigen, die möglicherweise später die Webseite pflegen sollen, müssen mit der neuen Technik oder dem neuen CMS vertraut gemacht werden. Aber aufgepasst: Zu viele Köche verderben den Brei. Es ist gut, wenn Sie sich in Meetings über das neue Design austauschen. Aber geben Sie Acht, dass Sie und alle Beteiligten nicht vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen. Wenn Sie versuchen, es jedem einzelnen hinsichtlich der Ästhetik oder Texte recht zu machen, sitzen Sie bis Sankt Nimmerlein da. Kompromiss lautet hier das Stichwort. Am Ende muss die Webseite die Zielgruppe ansprechen und barrierefrei zu bedienen sein.

Lassen Sie sich auf eine grobe Sortierung und Benennung Ihres bestehenden oder neuen Materials ein. Fotos, Logos und sonstige Dateien, die bereits sortiert und sprechend benannt sind, ersparen allen Beteiligten eine Menge Zeit. Alles, was unsortiert weitergeleitet wird, muss unter Umständen telefonisch oder per E-Mail besprochen oder abgeklärt werden.

Vereinbaren Sie sinnvolle Gesprächstermine und Zeitrahmen zusammen mit Ihrer Digitalagentur.

3. Design und Layout

Besonders ratsam ist es, vor der technischen Umsetzung der Webseite ein statisches Layout anfertigen zu lassen. Das bedeutet, dass repräsentative Seiten wie die Startseite plus eine oder mehrere wichtige Unterseiten, zum Beispiel die Produkte-Seite, vorab in einem Layout-Programm gestaltet werden. Dies hat den Zweck, dass Sie sich den Aufbau und das Design besser vorstellen können. In diesem Schritt geht der Designer beispielsweise auf geeignete Schriftarten ein, verpasst Ihrem Unternehmen anschauliche Grafiken wie beispielsweise kleine Hinweis-Icons oder Call-to-Action-Bereiche und entwickelt bereits Vorgaben für eine optimale Usability – basierend auf Ihrem CI und Ihren Wünschen. Der entscheidende Vorteil dabei: Im Layout-Programm muss noch nichts programmiert werden, auf diese Weise gehen sowohl die Gestaltung als auch wichtige Vorüberlegungen leichter von der Hand. Im Anschluss wird der Entwurf gemeinsam besprochen und leicht verändert oder abgesegnet.

Ihre Digitalagentur sollte für diesen Schritt alle Fotos, Logos und sonstige Dateien vorliegen haben, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wir empfehlen, Ihre Bilder von einem professionellen Fotografen schießen zu lassen, um einen authentischen und kompetenten Eindruck zu hinterlassen. Auf Stockmaterial aus dem Internet sollten Sie weitestgehend verzichten, um Persönlichkeit zu zeigen und sich von der Konkurrenz abzusetzen.

4. Umsetzung

Nachdem in der Layout-Phase das passende Design und Konzept besprochen wurden, folgt die Umsetzung der Seiten im Web. Wir empfehlen, Ihre Webseite auf einem Testserver aufzusetzen, damit die alte Webseite bis zum Start der neuen im normalen Betrieb bleibt. Im Zuge des Relaunchs ergibt es Sinn, Ihrer Webseite ein flexibles Layout zu verpassen, das sich an die verschiedenen Geräte anpasst. Um das sogenannte responsive Design kommen Sie heutzutage nicht drumherum.

In dieser heißen Phase kann sich niemand zurücklehnen. Alle sollten wissen, was sie zu tun, aber auch zu lassen haben und an welchen Ansprechpartner sie sich bei Fragen wenden können. Vor allem inhaltlich ist nun Achtung geboten, damit Ihr Ranking durch den Relaunch nicht negativ beeinflusst wird. Jetzt zählt es: Weboptimierung und Vertaggung der Bilder, durchdachte Seitentitel und Meta-Beschreibungen, Integration wichtiger Keywords, Übernahme und Kategorisierung bestehender Blogartikel und Portfolioeinträge, aussagekräftige URL-Struktur, aufsehenerregende Call-to-Actions und weiteres Suchmaschinenfutter.

5. Kontrolle

Anhand verschiedener Analyse-Tools, Gerätschaften und Testpersonen gilt es folgende Stolpersteine zu kontrollieren:

  1. Lädt jede Seite flott? Beispielsweise mit PageSpeed können Sie Ihre Ladegeschwindigkeit testen. Google schlägt eine Zeit von etwa 1,5 Sekunden vor, in der eine Seite vollständig geladen sein sollte.
  2. Sind Ihre Bilder für das Web optimiert? Auch dieser Schritt hängt mit der Ladegeschwindigkeit zusammen. Ein Bild sollte für eine Webseite nur so groß wie nötig angelegt als auch die Dateigröße herunter gerechnet werden. Normale Bilder im Content-Bereich sollten nicht über 100 KB groß sein. Kexvisuals oder Galerie-Bilder sollten 300 KB nicht überschreiten. Alles ab 800 KB ist für normale Bilder bereits zu groß. Trotz alledem sollte darauf geachtet werden, dass die Bilder nicht verpixeln. Ein schmaler Grad zwischen hoher Auflösung und geringer Dateigröße, aber es ist machbar.
  3. Ist Ihre URL bereits verschlüsselt? Bei der Umstellung pingelig auf das Protokoll “https” zu achten, lässt Ihr kleines Schloss grün leuchten. Kontrolliert werden muss die SSL-Verschlüsselung auf jeder einzelnen Seite. Achten Sie darauf, dass alle Medien und Dokumente auch über https eingebunden sind. Kleiner Tipp: Wir nutzen für die Verschlüsselung Let´s Encrypt – ein Anbieter, der das SSL-Zertifikat kostenfrei zur Verfügung stellt.
  4. Passen sich alle Seiten an gängige Endgeräte an? Klar, Ihre Digitalagentur sollte natürlich schon während der Umsetzung auf ein responsives Design achten. Die Seiten ganz am Schluss jedoch noch einmal zu überprüfen ist so sinnvoll wie nötig, um Fehler zu vermeiden. Steht beispielsweise bei uns der große responsive Test an, liegen auf dem Schreibtisch verschiedene Endgeräte, auf denen alle Seiten abgerufen und kontrolliert werden. Empfehlenswert dabei sind gebräuchliche Geräte, auf denen unterschiedliche Betriebssysteme laufen, damit Sie mit Ihrer Webseite die breite Masse ansprechen können. Veraltete Systeme wie Windows XP können Sie dabei getrost ignorieren. Tipp: Sollten Sie keine 10 Geräte in Ihrer Schublade parat haben, bieten manche Browser den sogenannten “Responsive Design-Modus” an, in den man selber die Auflösung eingeben kann, die man testen möchte. Nachteil dabei ist, dass mögliche Touch-Funktionen nicht überprüft werden können.
  5. Haben Sie sich schon einmal selber über das Kontaktformular kontaktiert? Nein? Dann wird es Zeit. Spätestens vor dem Go-live muss das Formular funktionieren und natürlich an die zuständige Person gerichtet sein. Täuschen Sie verschiedene Situationen vor: Wie reagiert das Formular, wenn nicht alle Felder ausgefüllt sind? Werden Fehler-Meldungen in der richtigen Sprache angezeigt? Wie kommt die Nachricht bei dem zuständigen Mitarbeiter an? Werden sowohl E-Mail-Adresse als auch Name oder Telefonnummer korrekt übermittelt? Funktioniert das Opt-In?
    Sind Ihre Metainformationen optimal ausgearbeitet? Dazu zählen aussagekräftige Seitentitel und -beschreibungen, Öffnungszeiten, Map-Einträge, Snippets und viele weitere Kleinigkeiten, die unentbehrlich für eine gute Suchmaschinenoptimierung sind.
  6. Ist Ihre WordPress-Version und Ihr Theme auf dem neuesten Stand? Updates des Themes sowie der Plugins sind nötig, um technischen Problemen vorzubeugen. Wenn Sie das nicht übernehmen möchten, kümmert sich Ihre Digitalagentur regelmäßig darum.

6. Go-live der Webseite

Eines vorab: Ihre Webseite wird niemals fertig sein. Klingt pessimistisch, ist es aber nicht:

  • Veröffentlichen Sie regelmäßig interessante Blogartikel, die Ihren Lesern Mehrwert bieten.
  • Halten Sie Ihre Inhalte immer auf dem neuesten Stand – denken Sie dabei an Ihre Zielgruppe und Produktpalette.
  • Tätigen Sie wichtige und sicherheitsrelevante Updates, um technischen Problemen vorzubeugen.
  • Halten Sie die Ohren offen: Feedback hilft Ihnen dabei, Schwachstellen herauszustellen und auszubessern.
  • Monitoren Sie in regelmäßigen Abständen, um das Geschehen auf Ihrer Webseite im Auge zu behalten und zu optimieren.

Fünf Webseite-Relaunch-Fehler, denen Sie direkt aus dem Weg gehen sollten

Was auf Sie zukommt, wissen Sie nun – welche Fehler Sie im Vorfeld, während und nach Ihrem Webseiten-Relaunch vermeiden können, erzählen wir Ihnen hier:

1. Kein Backup der alten Seite gemacht

Ein Backup und / oder Screenshots der alten Seite anfertigen ist ein sinnvoller erster Schritt. Sollte die neue Unternehmensseite später aus irgendeinem Grund nicht mehr funktionieren, haben Sie Ihre alte Seite in petto. Auch ein sinnvoller Schritt: Den Relaunch auf einem unabhängigen Testsystem aufbauen.

2. Der Content bleibt, wie er ist

Viele Unternehmer sind oft der Meinung, dass nur das Design, nicht aber der Content überarbeitet werden muss. Unsere Empfehlung: Nutzen Sie die Chance und lassen Sie einen Texter über Ihre Inhalte schauen. Keine Sorge – bei diesem Vorgang wird nicht gleich alles neu geschrieben. Der Text wird auf Herz und (SEO-) Nieren geprüft und an den Stellen optimiert, an denen es für Ihr Ranking gesund ist. Meistens ändert sich dadurch auch die Informationsarchitektur der Webseite, was sich bei gewissenhafter Ausführung positiv auf die Nutzerführung der Webseite auswirkt.

3. Erst aufs Design warten, dann Inhalte zur Verfügung stellen

Das Beste für alle Beteiligten ist es, sich zuerst über die Struktur, Sitemap sowie Informationsarchitektur der neuen Webseite Gedanken zu machen. Im Anschluss daran und noch bevor etwas gestaltet wird, sollten Sie Ihrer Digitalagentur alle möglichen Materialien zur Verfügung stellen: Logos, Bilder, Grafiken, Icons, Texte, PDF-Dateien, wichtige Links uvm.

Und wir setzen sogar noch einen oben drauf: Liefern Sie all das strukturiert und sprechend benannt an Ihre Agentur, bedeutet das eine große Zeitersparnis nach hinten heraus. Denn: Sie kennen Ihr Unternehmen in- und auswendig, Sie können wahrscheinlich stundenlang aus dem Nähkästchen plaudern und aus Ihrem Portemonnaie ragen Firmenfeiern-Bilder heraus wie Familienfotos. Und nun das große ABER: Ihre Digitalagentur fuchst sich in Ihre Welt hinein, sortiert unbenannte Bilder, auf denen für sie unbekannte Menschen zu sehen sind, ordnet Texte den zugehörigen Seiten zu, sucht das Logo zwischen zehn Versionen in hoher Auflösung heraus und verbringt allgemein sehr viel Zeit mit Verwaltungskram. Es ist keine Frage, dass dabei Fehler entstehen können. Sie sollten sich jedoch durchaus fragen, ob Ihnen der Aufwand bewusst ist.

Was passiert, wenn Sie ein Design ohne Ihre Inhalte zu sehen bekommen? Ganz einfach: Der Designer schneidert passend zu Ihrer Unternehmensphilosophie ein grandioses Design, welches vorerst mit Blindtext und Platzhalter-Fotos angelegt wird. Die Enttäuschung ist meistens groß, wenn dann die eigenen Fotos und Texten eingesetzt werden. Was vorher noch einen hellen, freundlichen Eindruck gemacht hat, sieht mit Ihren Fotos plötzlich ganz trist aus, weil der Großteil leider nur mit der alten Kamera von Onkel Franz geschossen werden konnte. Und dort, wo ursprünglich drei Partner-Icons vorgesehen waren, sollen nun neun abgebildet werden, welche die Sektion sprengen.

4. Deadlines müssen eingehalten werden

“Morgen muss der Text stehen und auch die Sitemap ist noch nicht fertig”. Panik bricht aus, der Tisch geht in Flammen auf, die Pixel rotieren. Quatsch, so schlimm ist es hoffentlich nicht, jedenfalls nicht bei uns. Aber Deadlines müssen gut geplant sein. Ein Datum legt meistens fest, wann etwas fertig sein soll, nicht aber, was genau. Planen Sie genügend Puffer für Unvorhergesehenes ein und legen Sie Rahmenbedingungen fest, bei denen alle wissen, was sie zu tun haben. Des Weiteren hilft es, definierte Zwischenziele zu schaffen, die in kürzeren Zeitabständen besprochen werden.

Knüpfen Sie Ihren neuen Webauftritt beispielsweise nicht an ein Ereignis, was diesen Sommer zufällig stattfindet, um in diesem Zuge den Relaunch anzukündigen. Machen Sie lieber den Relaunch selbst zu einem besonderen Ereignis. Unter Zeitdruck entstehen Fehler, Fehler müssen ausgebügelt werden, ausbügeln ist teuer, Geld ist… naja, Sie wissen schon.

5. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist nicht so wichtig, ich werde auch so gefunden

Falsch. SEO ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Onlineauftrittes und ein fortlaufender Prozess, der stetig kontrolliert werden muss. Im Zuge eines Relaunchs können Sie Ihr SEO ausarbeiten und verfeinern, um es auf dieser neuen Basis fortführen zu können. Schließlich tut sich bei Google SEO-technisch wöchentlich einiges, was Ihr Ranking beeinflusst. Sind Ihre URLs strukturiert? Sind Ihre Bilder vertaggt und sprechend benannt? Integrieren Sie Backlinks? Sind Ihre Beiträge kategorisiert? Finden Nutzer Sie über eingearbeitete Schlüsselwörter? Bieten Sie nützlichen Content? Bleibt Ihr Content in Bewegung? …

Unser Fazit: Ein vernünftiger Webseiten-Relaunch wird reich belohnt

Hat Ihre Webseite zu viele Schwachstellen, ist ein Relaunch unumgänglich. Stecken Sie Ihre Ziele ab, die Sie mit einer Neugestaltung erreichen möchten. Achten Sie dabei auf suchmaschinenoptimierte Inhalte, die Mehrwert für Ihre Kunden bieten und legen Sie Wert auf eine einfache Usability. Eine hohe Seitenladegeschwindigkeit verringert die Absprungrate der User, eine zu tiefe Informationsarchitektur hingegen schreckt Ihre Besucher wohlmöglich ab.

Eine sorgfältige und durchdachte Neugestaltung Ihrer Unternehmens-Webseite ist entscheidend für ein wünschenswertes Ranking und neue Kunden. Machen Sie was draus!

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Webseiten-Relaunch, Infografik, Digitalagentur Münster, Neugestaltung

Über den Autor
Melissa Unkelbach

Melissa Unkelbach

ist ausgebildete gestaltungstechnische Assistentin und Mediengestalterin und designt mit Maus und Hirnschmalz individuelle Webseiten. Melissa ist durch ein Praktikum 2014 bei elsch&fink gelandet und hat ihre Ausbildung gleich hinterher geschoben. Seit dem gehört sie mit ihrem Husky Rusty fest zum fünfköpfigen Team. Ihr digitaler Zauberstab pustet rostigen Webseiten den Staub von der Seele, um Neues zu schaffen.

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