Webseitenpflege – damit der Onlineauftritt weiterhin blüht

Es ist ein hartnäckiger Irrglaube, dass eine Webseite, die einmal fertig gestellt wurde, ohne weitere Pflege im Internet existieren kann. Womöglich hängt diese Annahme damit zusammen, dass viele Webseiten-Inhaber denken: „Das Werk ist vollendet, meine Webpräsenz kann bleiben, wie sie ist. Ich habe zukünftig keine neuen Inhalte hinzuzufügen.“ Dieser Ansatz ist mit Vorsicht zu genießen.

Es grünt die Webpräsenz

Um zu demonstrieren, wie wichtig Webseitenpflege ist, bedienen wir uns am Beispiel eines Gartens.

Stellen wir uns vor, wir hätten ein Gartenbauunternehmen beauftragt, unsere Grünflächen zu gestalten. Hier ein paar Beete mit Zierrosen, dort ein vielversprechendes Obstbäumchen und vielleicht noch, für frische Aromen, ein kleines Kräuterbeet – ein durchdesigntes Ergebnis, das fotogen genug für die neue Ausgabe der Wohnen & Garten wäre.

Doch das perfekte Ergebnis erstarrt nicht einfach. Ein Garten ist schließlich kein statisches Gebilde sondern ein organischer Prozess.

Spätestens im Herbst wird dem Gartenbesitzer klar, dass etwas getan werden muss. Laub bedeckt die Beete, Pflanzen sind verwelkt und im Laufe des Sommers hat der Nachbar einen noch prächtigeren Garten aus dem Boden gestampft, der alle Blicke auf sich zieht.

Wenn da der eigene Garten auch in Zukunft gesund und schön bleiben soll und die Beete ihre Form wahren sollen, ist Pflege unabdingbar.

Webseitenpflege ist wie Gartenpflege.

Konstante Qualität

Auch eine Webseite ist mit einem organischen Prozess vergleichbar, spiegelt sie doch beispielsweise ein sich veränderndes Unternehmen wieder und bedarf wie ein Garten regelmäßiger Pflege.

Laub und Unkraut gleichen veralteten Inhalten und überholten Plugins, die es zu erneuern gilt. Die Pflanzen wachsen sehr langsam und dürftig – so verhält es sich auch manchmal mit der Webseite, wenn sie eine gefühlte Ewigkeit zum Laden benötigt.

Nachbars Garten ist in der gesamten Gegend bekannt und beliebt. Durch SEO-Maßnahmen kann die eigene Webseite an Bekanntschaft gewinnen und zu mehr Besuchern führen.

Hohe Klickzahlen sind wünschenswert, denn: Der Webauftritt spiegelt nicht nur die Qualität eines Unternehmens wieder. Sie ist ausschlaggebend für Kundengewinnung.

Jeder betritt doch lieber einen blühenden und gesunden, als einen lieblosen und ungepflegten Garten – so ist es auch mit dem Aufenthalt auf einer Onlinepräsenz.

Aber welche Bereiche der Webseite bedürfen eigentlich regelmäßiger Zuwendung?

1. Aktualität der Inhalte

Eine Webseite, die längst überholte Inhalte führt (z.B. abgelaufene Termine), ist nicht nur für Besucher abschreckend, auch Suchmaschinen sehen so etwas gar nicht gerne. Webseiten punkten durch Aktualität – das ist maßgeblich für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen und führt somit zu mehr Besuchern. Diese wollen natürlich aktuelle Informationen und guten Content.

In einem Beet mit frischen Jungpflanzen wirkt altes, verdorrtes Gestrüpp auch unästhetisch – schnell raus damit!

2. Neues Text- und Bildmaterial

Bilder und Texte verlieren leider im Laufe der Zeit an Aktualität. Das Unternehmensteam hat Zuwachs bekommen oder es ist geschrumpft, es werden neue Leistungen oder Produkte angeboten, niedliche Grafiken zum Weihnachtsfest haben ihren Reiz im April endgültig verloren – die Gründe für neue Bilder und Texte sind vielfältig.

Auch an einer bestimmten Beetgestaltung hat man sich irgendwann sattgesehen. Womöglich mag man die Farbzusammenstellung der einzelnen Blumen nicht mehr leiden. Dann ändert man sie ganz einfach.

Webseitenpflege

3. Sicherheitslücken

Eine Webseite ist immer Angriffsfläche für schädliche Software und Viren. Das fatale dabei: Auch die Webseitenbesucher laufen Gefahr, Opfer von Schadsoftware zu werden.

Sicherheits- und Feature-Updates sind daher besonders bedeutend. CMS-Programme (Content Management Systems), wie beispielsweise WordPress, liefern regelmäßig Updates, um diese Sicherheitslücken zu kitten und einzudämmen. So haben Hacker schweres Spiel.

Wer bei der porösen Rinde eines Obstbäumchens nicht handelt, muss sich auch nicht wundern, wenn der Baum von Schädlingen infiltriert und zu Grunde gerichtet wird.

4. Website Monitoring

Einen Garten beobachtet man regelmäßig. Ist etwas Neues gewachsen und anderes abgestorben? Ist die Erde auch nicht zu trocken? Scheinen die Pflanzen zufrieden?

Auch eine Webseite sollte ständig im Auge behalten werden. Ist die Seite problemlos aufrufbar oder liegen technische Defekte vor? Diese sind für Seitenutzer überaus ärgerlich und führen im schlimmsten Fall zu Kundenverlusten. Für Suchmaschinen sind häufige Defekte ein Grund zur Herabstufung im Ranking – was weniger Besuche zur Folge hat.

Die Reduzierung von Problemen und Überprüfung der Ladezeiten sind dabei genauso wichtig wie die Überwachung von E-Mail-Diensten und anderen Kontaktwegen – läuft auch alles reibungslos?

5. Datensicherung

Jeder kennt wohl das grauenhafte Gefühl, wenn einem im Moment des Datenverlustes klar wird, dass keine Sicherung gemacht wurde. Vergleichbar mit einem nicht geschützten Kräuterbeet, das kurzerhand von Nagetieren geplündert wird, verhält es sich mit der Situation, wenn durch einen Crash sämtliche Daten verloren gehen – die ganze Arbeit war umsonst.

Regelmäßig durchgeführte Backups verhindern den Totalverlust, der sonst mit immensen Kosten einhergehen kann. Außerdem gewährleisten sie eine schnelle Wiederherstellung von Webseiten und zugehörigen Datenbanken, sollte es doch mal zum schlimmsten Fall der Fälle kommen.

Optimierung des Quellcodes ist Teil der Webseitenpflege.

6. Quellcodeoptimierung

Der Gestaltungsentwurf des Gartenbauunternehmens sollte eine klare Vorstellung davon liefern, wie der Garten im Endeffekt aussehen wird. Das heißt, die angefertigten Skizzierungen einzelner Beetabschnitte dürfen nicht verwirren oder Fragen aufwerfen – wenn der Gärtner nicht weiß, welche Blume in welches Beet kommen soll, ist keinem geholfen.

Ebenso verhält es sich mit dem Quellcode einer Webseite.

Auch hier kommen nämlich wieder die Suchmaschinen ins Spiel. Ist der Code für diese nicht klar lesbar, enthält er beispielsweise zu viele Fehler, dauert es lange, bis sich die Suchmaschinen ein realistisches Bild von der Seite machen können.

Im schlimmsten Fall wird die Seite misinterpretiert oder erst gar nicht eingelesen. Auch das führt – man ahnt es sicherlich schon – zu Herabstufungen im Ranking der Suchergebnisse.

Der Quelltext sollte also bestmöglich aufbereitet sein, damit er gut lesbar ist. Das betrifft insbesondere Bilder und Videos, die Google nicht erkennt: Hier sind auch die Alt-Texte (die Beschreibungen) von Bedeutung, da nur diese gelesen werden können.

Die Beseitigung von toten oder fehlerhaften Links ist genauso wichtig, spielen diese doch eine zentrale Rolle für die Webseitenerfassung.

Hilfe ist eine gute Wahl

Die gründliche Pflege einer Webseite kann ganz schön Arbeit machen – genau wie ein Garten. Überlässt man einen aufwendig gestalteten Garten sich selbst, verwandelt er sich schnell in eine verwilderte Gestrüppsammlung: unansehnlich, wenig einladend und wer weiß, was sich unter dem nächsten Gebüsch so eingenistet hat.

Webseitenpflege gewährleistet eine schöne Internetpräsenz.

Nun muss natürlich gesagt werden, dass nicht jeder Ahnung vom Gärtnern hat oder die Zeit einfach investieren kann – äquivalent dazu die Webseitenpflege.

Aber dafür gibt es ja den Fachmann, den man beauftragen kann. Auch wenn es nicht vollkommen kostenfrei ist, lohnt es sich.

Der Profi stellt schließlich sicher, dass die Rosen auch zukünftig blühen und duften, der Obstbaum gesund bleibt und die Wühlmäuse sich nicht an den Kräutern laben – kurzum: Man verweilt gerne. Auch digital.

Bildquellen: stocksnap.io (unter CC0)

[ratings]

Spread the love
Schlagwörter: , , , ,

Über den Autor

Jana Viefhues

Junior Account Managerin – mit Herzblut.

keine Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar